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GAIS: Ein Rechenzentrum, das beim Käsen hilft

Der Rohbau des Rechenzentrums Ostschweiz steht. Ende Jahr soll es eröffnet werden. Neben den Kunden, die dort ihre Daten lagern werden, profitiert die benachbarte Käserei vom Bau.
Der Rohbau des Rechenzentrums in Gais ist abgeschlossen. (Bild: gia)

Der Rohbau des Rechenzentrums in Gais ist abgeschlossen. (Bild: gia)

«Das neue Rechenzentrum ist für uns ein Leuchtturmprojekt», sagt der CEO der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK), Stefano Garbin. Anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus fand am Dienstagabend das Aufrichtfest des Rechenzentrums Ostschweiz statt. Die SAK betritt mit dem Bau des Rechenzentrums Neuland. «Das Projekt ist für uns aber eine logische Folge unserer Aktivitäten im Bereich Glasfasererschliessung», sagt Garbin. Denn ein Stromversorger müsse sich zukunftsorientiert mit den Anforderungen der heutigen Zeit auseinandersetzen.

Mit dem Rechenzentrum im Industriegebiet in Gais schafft die SAK einen Datentresor der höchsten Sicherheitsstufe Tier IV mit beinahe 100-prozentiger Verfügbarkeit.

Unterbruchfreier Betrieb garantiert

Damit den Kunden ein ununterbrochener Zugriff auf die im Rechenzentrum gelagerten Daten garantiert werden kann, wurden beim Bau Vorkehrungen getroffen. In der Mitte des Gebäudes befinden sich auf zwei Stockwerken identische, 450 Quadrat­meter grosse Räume. Sie bilden das Herzstück des Rechenzentrums. Hier sollen nach der Eröffnung Ende Jahr die Daten der Kunden lagern. Dazu stehen rund 300 Racks, so werden die Gestelle für die Server genannt, zur Verfügung. Die restlichen Räume des Baus erfüllen einen einzigen Zweck: Ausfälle zu verhindern. Dazu verfügt das Gebäude über einen A- und einen B-Trakt. Diese sind gespiegelt. Beim Ausfall einer Komponente im Trakt A soll die entsprechende Komponente aus Trakt B deren Aufgabe übernehmen und umgekehrt. Selbst bei einem Stromausfall ist der Betrieb gesichert. Diesel­generatoren könnten diesen dann aufrechterhalten.

Neben seiner Hauptfunktion als Datenspeicher dient das Rechenzentrum als Wärme- und Fotovoltaikkraftwerk. Mit Solarpanels wird rund ein Drittel des Eigenbedarfs an Strom gedeckt. Auch die Abwärme, die durch die Rechner entsteht, soll genutzt werden. In der benachbarten Bergkäserei Gais wird die Wärme zum Pasteurisieren der Milch eingesetzt.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@appenzellerzeitung.ch

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