GÄHWIL: Die etwas andere Garage

Die Schmid-Garage lud am Wochenende zur Frühlingsausstellung. Ein weiterer Grund zur Freude war die abgeschlossene Erweiterung des Hauptgebäudes.

Beat Lanzendorfer
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Schulpräsident Orlando Simeon, mit Ehefrau Barbara, vertrat die Behörden und war vom Neubau angetan. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Schulpräsident Orlando Simeon, mit Ehefrau Barbara, vertrat die Behörden und war vom Neubau angetan. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

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toggenburgmedien.ch

«Chef, du musst was machen», diese Aufforderung seiner Mitarbeiter war für Albert Schmid Zeichen genug, den immer enger werdenden Arbeitsbedingungen Abhilfe zu schaffen und nach dem Bau der neuen Ausstellungshalle (2012) bereits das nächste Projekt in die Hand zu nehmen. Er beauftragte Martin Raschle und Josef Egli von der Raschle und Egli AG, Büro für Architektur, zwischen zwei Pneusaisons einen Erweiterungsbau zu realisieren. Entstanden ist eine Investition in die Zukunft, die sich das Ehepaar Albert und Riccarda Schmid rund 2,5 Millionen Franken kosten liess. Mit Freunden, Kunden, Behördenmitgliedern, Geschäftspartnern und nicht zuletzt den Mitarbeitenden luden sie am letzten Freitagabend zur offiziellen Einweihung ein. Durch den Abend führte Stefan Meile, der dem Ehepaar zu Beginn auf den Zahn fühlte. Beide im Appenzellischen aufgewachsen, sind sie längst im Toggenburg heimisch geworden. «Wir fühlen uns als Gähwiler und pflegen gute Kontakte mit dem Dorf und der Gemeinde», sagten sie. Sie wiesen darauf hin, wie sehr ihnen das Personal am Herzen liegt. Als Beispiele nannte der Firmenchef Kundendienstleiter Albert Segmüller, im Betrieb seit 26 Jahren, und Werkstattchef Roger Good, auch er ist schon seit 17 Jahren dabei. «Mit Roger Good habe ich unzählige Stunden an Sitzungen verbracht, um für alle die beste Lösung zu erarbeiten», erklärte Albert Schmid. Ihm war es auch ein Anliegen, den Behörden zu danken: «Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Gemeindepräsidenten Christoph Häne und Ratsschreiber Magnus Brändle konnten auch mit dem Kanton gute Lösungen gefunden werden, was beim Thema Bachabstand sehr wichtig war.»

Aus den Anfängen und an die Zukunft denken

Mit einem Schmunzeln dachte Riccarda Schmid an die Zeit zurück, als sie Albert zum ersten Mal über den Weg lief: «Ich war damals bereits Lehrerin, Albert hingegen noch in der Ausbildung zum Automechaniker. In jungen Jahren habe ich mir zwar geschworen, dass ich nie einen selbstständigen Unternehmer zum Mann will, jetzt ist halt alles etwas anders gekommen.» Beiden ist bewusst, dass es in ihrem Alter Zeit ist, an die Zukunft zu denken. Das Seminar «Nachfolgeregelung», das sie gemeinsam besuchten, soll helfen, irgendwann loslassen zu können und sechs Wochen am Stück Ferien zu geniessen, ohne ständigen Blick aufs Telefon. Zur Erfolgsgeschichte der Schmid-Garage gehört auch die Frühlingsausstellung, welche seit Jahren durch Produkte der EP: Gämperle AG in Wattwil und Kirchberg ergänzt wird. Diese war am Samstag und Sonntag allen zugänglich.

www.schmidgarage.ch