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Fussballüber alles

Fast eine Woche alt ist nun die Fussball-Europameisterschaft. Viele meiner Kollegen haben schon Augenringe und sind müde. Kein Wunder. Jeden Tag können bis in alle Nacht hinein die Spiele mitverfolgt werden.
Richard Fischbacher
Bild: Richard Fischbacher

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Fast eine Woche alt ist nun die Fussball-Europameisterschaft. Viele meiner Kollegen haben schon Augenringe und sind müde. Kein Wunder. Jeden Tag können bis in alle Nacht hinein die Spiele mitverfolgt werden.

Ehefrauen und Freundinnen beklagen sich während dieser Zeit oft über mangelnde Wertschätzung, weil ihre besseren Hälften einfach keine Zeit mehr für sie hätten. Das mag vielleicht sogar stimmen. Aber ich sehe darin auch etwas Positives. Ihnen bleibt jetzt mehr Zeit, sich mit einer Freundin oder sogar mit einem Freund zu verabreden, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Für Eifersucht bleibt den fussballverrückten Männern nämlich keine Zeit.

Landauf landab schossen die zahlreichen Public Viewings aus dem Boden. Viele sagen, sie gehen dorthin, um den Fussball in der Gemeinschaft miterleben zu können. Das mag ich auch allen gönnen. Ich meinerseits halte es anders. Ich sitze zu Hause ganz alleine vor einem neuen 4K-Fernseher mit Ultra HD. Mit ihm bekomme ich jedes Detail auf dem Spielfeld mit. Da sehe ich sogar die Tattoos der Spieler messerscharf, und ich weiss sofort, ob der Schiedsrichter sich beim morgendlichen Rasieren geschnitten hat. Es gibt noch einen anderen Grund, warum ich die Fussball-EM-Spiele zu Hause alleine schaue: Ich mag die zum Teil nicht fundierten Kommentare der Mitseher um mich nicht. Das nervt, wenn die meinen, sie seien Experten. Oder ist es vielleicht so, dass sich andere ob meiner Expertenmeinung auch ärgern würden? Wie dem auch sei, dieser Sommer ist – auch wenn das Wetter nicht mitspielt – wieder ein richtig schöner Fussballsommer mit spannenden Spielen und sehenswerten Toren, mit Fehlentscheiden, Emotionen und hoffentlich einem verdienten Europameister. Das wissen wir dann am 10. Juli. Bis dann haben unsere Frauen freie Ausgehzeit.

Bild: Richard Fischbacher

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