FUSSBALL: Trainerkarussell dreht sich

Vor der für die Toggenburger bedeutungslosen Schlussrunde der Saison 2016/17 sind die Aktivitäten für die kommende Spielzeit schon weit fortgeschritten.

Beat Lanzendorfer
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In Bazenheid (Bild) und Neckertal-Degersheim gab es in dieser Spielzeit öfters Anlass zu Jubel – andernorts weniger. (Bild: Beat Lanzendorfer)

In Bazenheid (Bild) und Neckertal-Degersheim gab es in dieser Spielzeit öfters Anlass zu Jubel – andernorts weniger. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@ toggenburgmedien.ch

Von Interesse ist, ob die Führungspositionen an der Linie neu besetzt werden. Häufig entscheidet sich bei dieser Frage auch der Verbleib oder Abgang wichtiger Spieler. Rückfragen zufolge kommt es bei den meisten Toggenburger Fanionteams zu einem Trainerwechsel.

Viele Fragezeichen – einer ist fix

Bisher fest zugesagt hat einzig Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi, der im dritten Jahr seiner Trainertätigkeit bei den Alttoggenburgern endlich die lang­ersehnte Rückkehr in die 2. Liga Interregional realisiert hat. Weil das Kader nur geringfügige Veränderungen erfährt (Rücktritt von Adrian Bernet, Jetmir Maksuti und Binjamen Dilsiz), sind die Verantwortlichen davon überzeugt, dass sich der Erfolg auch in der neuen (alten) Umgebung einstellt. Kommt hinzu, dass punktuelle Verstärkungen zum Team stossen. Vorerst möchte man die Saison mit dem Rekordtotal von 66 Punkten aus 22 Spielen abschliessen. Was fehlt, ist ein Dreier in Arbon.

Mehr Kopfzerbrechen bereitet die Situation Gemeindenachbar Kirchberg, der nach dem Abstieg in die 4. Liga vor einem Scherbenhaufen steht. Ob Trainer Mario Leber auf der Sonnmatt weiterhin das Zepter schwingt, wird sich bei Gesprächen in den nächsten Wochen herausstellen. Grössere Sorgen macht sich Sportchef Andreas Breitenmoser bei der Zusammenstellung des Kaders: «Es ist schade, was hier abgeht. Das Team wird durch diverse Abgänge weiter ausgedünnt.» Kirchberg ist keine exklusive Adresse mehr. Leider ist zu befürchten, dass dies über einen längeren Zeitraum so bleiben wird.

Auf der Bütschwiler Breite müssen sowohl die Trainerpositionen der 1. Mannschaft als auch jene des Frauenteams neu besetzt werden. Bei den Männern legen Hansueli Gerig und Benjamin Fust nach dem letzten Spiel am Sonntag gegen Aadorf ihr Amt nieder. Sie sind der Meinung, dass eine Luftveränderung allen gut bekommen wird. Beim Frauenteam hat das Duo Martin Raschle/Andreas Schrag seinen Rücktritt schon vor längerem in den Raum gestellt. Wie ernst es den beiden ist, zeigt die Zukunft. Gut möglich, dass bei einem Engpass die Alten die Neuen sind.

Noch unsicher zeigt sich die Situation bei 3.-Liga-Aufsteiger Neckertal-Degersheim. Floren­tino Martinez möchte aus beruflichen Gründen sein Engagement zurückfahren. Wie seine zukünftige Aufgabe aussieht, bringen Gespräche ans Licht.

Für Lino Licata, Trainer in Wattwil, wird das Duell gegen Schmerikon zum Abschiedsspiel. Für ihn ist seit Wochen klar, dass Ende Saison Schluss ist. Das Wattwiler Urgestein dürfte dem Verein allerdings in anderer Form erhalten bleiben.

Wenig sickert aus Ebnat-Kappel an die Öffentlichkeit. Trainer Jörg Stadelmann hat sich offenbar eine Bedenkfrist ausbedungen und möchte sich noch nicht zur Zukunft äussern.

Entscheidung fällt auf der Flawiler Schützenwiese

Sportlich blickt am Sonntag alles auf die Schützenwiese, wo Flawil Weinfelden den Aufstieg in die 2. Liga vermiesen kann. Gewinnen die Thurgauer nicht, könnte Henau zum Profiteur werden. Aber nur, wenn die Marku-Elf Dardania St. Gallen bezwingt.