FUSSBALL: Start der Endphase

In drei Wochen gehört die Vorrunde der regionalen Fussballer der Vergangenheit an. Zeit, sich eine gute Ausgangslage für die Frühjahrsrunde zu erarbeiten.

Beat Lanzendorfer
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Bei Drittligist Bütschwil findet man nur gemeinsam aus der Krise – am Samstag gastiert die Mannschaft in Eschenbach. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bei Drittligist Bütschwil findet man nur gemeinsam aus der Krise – am Samstag gastiert die Mannschaft in Eschenbach. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bazenheid, vor wenigen Wochen noch auf einem Abstiegsplatz, hat sich dank einer starken Serie auf Platz acht vorgearbeitet. Die Zukunft könnte nach der 10. Runde noch rosiger aussehen. Gewinnen die Alttoggenburger das Derby gegen Wil 2, hätten sie sich ­einen komfortablen Vorsprung auf die heisse Zone geschaffen. Kommt hinzu, dass sich die beiden Tabellenletzten Winkeln und Chur 97 im direkten Vergleich die Punkte gegenseitig streitig machen. Das Topspiel der 2. Liga inter ist das Verfolgerduell Kreuzlingen – Freienbach. Die Thurgauer laufen dabei Gefahr, dass ihnen die Felle schon in der Herbstrunde davonschwimmen. Mit sechs Zählern Abstand auf die Spitze brauchen sie die Punkte mehr als Freienbach, das sich bisher lediglich einen Rückstand von zwei Einheiten eingehandelt hat. Spitzenreiter Linth 04 empfängt Rüti. Hier spricht wenig gegen den neunten Sieg im zehnten Saisonspiel.

Bütschwil steht vor fast unlösbarer Aufgabe

Eschenbach bot sich gestern Abend die Gelegenheit (nach Redaktionsschluss), im Nachtragsspiel gegen Flawil mit einem Dreier zu Spitzenreiter Wattwil Bunt aufzuschliessen. Am Samstag wäre dann Bütschwil an der Reihe, sich mit dem möglichen Co-Leader zu messen. Das bisherige Abschneiden spricht nicht für die Toggenburger. Es wäre anhand der Zahlen ein Kampf David gegen Goliath. Eschenbach hat den zweitbesten Sturm – Bütschwil die zweitschlechteste Defensive. Für solche Zahlenspiele hat Wattwil Bunt zurzeit nur ein müdes Lächeln übrig. Was die Mannschaft im Herbst abliefert, ist aussergewöhnlich. Die einzige Niederlage datiert vom 27. August, als sie trotz 2:0-Führung in Eschenbach mit 2:3 den Kürzeren zog. Wenn im fünften Heimspiel der fünfte Sieg herausschaut, kämen die Zen­trumsstädter jener Marke (26) immer näher, die sie in der gesamten letzten Saison erreichten. Eine Entwicklung, die nur die kühnsten Optimisten voraussagten. Einfach wird der weitere Verlauf nicht. Schmerikon, der nächste Gegner, hat nur zwei Punkte weniger auf dem Konto und gehört einer Sechsergruppe an, die nur drei Zähler voneinander getrennt sind.

Dritter Drittligist im Bunde ist das zweite Sorgenkind: Neckertal-Degersheim. Die Martinez-Elf hat zum einen viermal in Serie den Platz als Verlierer verlassen, zum anderen kassierte sie in diesem Zeitraum 18 Gegentreffer. Es ist vonnöten, dass der Aufsteiger das Ruder rumreisst und Kurs auf ruhigere Gewässer nimmt.

Gegen Schlusslicht Uznach, das mit Bütschwil noch ohne Saisonsieg ist, wäre eine gute Gelegenheit, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Kirchberg und Ebnat-Kappel zieren die Tabellenspitze

Konsolidierung in der Liga lau­tete das Kirchberger Saisonziel nach dem Abstieg. Die Realität sieht viel besser aus. Die Sonnmatt-­Boys haben nach dem achten Spieltag die Tabellenspitze übernommen und können an ihrem freien Spieltag abwarten, wie sich die Konkurrenz anstellt. Zum ersten Verfolger hat sich Ebnat-Kappel gemausert, das aller Voraussicht nach am Samstagabend die Tabellenspitze übernimmt. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Obertoggenburger auf dem heimischen Untersand gegen Schlusslicht Zuzwil 2 übertölpeln liessen.

Zwei Auswärtsspiele für die Frauen

Sowohl Ebnat-Kappel als auch Neckertal-Bütschwil müssen in der siebten Runde reisen. Das Schlusslicht aus dem Obertoggenburg gastiert bei Frauenfeld. Ein Gegner, soll es am Ende zum Ligaerhalt reichen, den man schlagen muss. Neckertal-Bütsch­wil ist in Rapperswil-Jona und tritt beim Tabellenneunten als haushoher Favorit an.