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FUSSBALL: Ohne Menschen keine Vereine

Der FC Kirchberg feiert 2017 sein 75-Jahr-Jubiläum. 17 Präsidenten und unzählige Freiwillige prägten den Verein, der im Dorf eine wichtige soziale und gesellschaftliche Funktion einnimmt.
Beat Lanzendorfer
Die Mannschaft, die 2003 letztmals in die 2. Liga aufgestiegen ist, oben, von links Dominik Zurflüh, Philipp Rutz, Daniel Schwyter, Andy Breitenmoser, Fabio Vitto und Daniel Tschopp. Mitte, von links Philippe Gähwiler, Fabian Sutter, Nöbi Frei, Patrick Wissmann, Dario Surano und Thomas Wissmann. Unten, von links Andreas Hasler (Trainer), Rouven Michel, Roman Werren, Marco Scheiwiller, Jürg Römer, Walter Brülisauer und Kurt Büeler (Coach). Es fehlt: Reto Nagel. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Mannschaft, die 2003 letztmals in die 2. Liga aufgestiegen ist, oben, von links Dominik Zurflüh, Philipp Rutz, Daniel Schwyter, Andy Breitenmoser, Fabio Vitto und Daniel Tschopp. Mitte, von links Philippe Gähwiler, Fabian Sutter, Nöbi Frei, Patrick Wissmann, Dario Surano und Thomas Wissmann. Unten, von links Andreas Hasler (Trainer), Rouven Michel, Roman Werren, Marco Scheiwiller, Jürg Römer, Walter Brülisauer und Kurt Büeler (Coach). Es fehlt: Reto Nagel. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer

@toggenburgmedien.ch

«Lassen wir uns überraschen, was die kommenden Jahre und Jahrzehnte dem FC Kirchberg bringen werden.» Dies schreibt Präsident Silvan Breitenmoser in seinem Vorwort in der von Ruben Schönenberger verantworteten Jubiläumsschrift zum 75-Jahr-Jubiläum des Toggenburger Fussballclubs. Was die Zukunft bringt, das ist nicht wirklich vorhersehbar. Deutlich zu erkennen ist hingegen das Schaffen der Vergangenheit. Die umgesetzten Visionen der Gründerväter liessen einen Verein entstehen, der mit seinen über 400 Mitgliedern eine wichtige soziale Verantwortung übernimmt und aus dem Kirchberger Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist. Eines wird beim Stöbern in der Geschichte auch klar: Vereine leben von Menschen, ohne Menschen keine Vereine.

Die vielen fleissigen Helfer im Hintergrund

In den schriftlichen Unterlagen finden sich meist die Namen der Präsidenten und allenfalls noch jene der Vorstandsmitglieder. Um einen Verein am laufen zu halten, benötigt es aber noch viel mehr fleissige Hände im Hintergrund. Wer weiss schon, dass Erwin und Angela Scherrer fast ihr ganzes Leben lang ihre Freizeit dem FC Kirchberg zur Verfügung stellten. Er als Platzwart, sie als Wäschefrau und Verschönerin des Clubhauses. Wie eine Kasse geführt wird, davon hat Lugi Perone durchaus eine Ahnung, immerhin war er während über eines Jahrzehnts Vereinskassier. In der Festschrift «50 Jahre FC Kirchberg» wird Paul Güntensperger als grosser Nachwuchsförderer gepriesen. Ein Vierteljahrhundert später ist der mittlerweile Pensionierte immer noch dabei. Im letzten September organisierte er den CS-Cup, die sogenannten Schülermeisterschaften, zum 25. Mal. Apropos Güntensperger: Heinz, der Bruder von Paul und spätere SVP-Kantonsrat, stellte sich vor 35 Jahren als Trainer des ersten Frauenteams zur Verfügung. Und dies, obwohl er als Verantwortlicher der Junioren bereits ein Amt im Verein ausübte. Um bei den Frauen zu bleiben: Daniela Schönenberger gehörte anfangs der 80er-Jahre zu den treibenden Kräften, welche der Meinung waren, die Zeit sei reif für eine Frauenabteilung mit eigener Mannschaft. Bald vier Jahrzehnte später ist sie noch immer mit dem Fussballclub verbunden.

Sportlich auf den richtigen Weg zurückfinden

Sportlich haben die Kirchberger, zumindest vorübergehend, die besten Zeiten hinter sich. Ältere Semester mögen sich noch gut an das Jahr 1973 erinnern, als die Mannschaft den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga realisierte und auf ihrem Triumphzug durchs Dorf von mehreren hundert Einwohnern gefeiert worden ist. Eine ähnliche Euphorie herrschte ein Jahrzehnt später, als unter Trainer Peter Güggi die Rückkehr in die 2. Liga gelang. Aktuell spielt die 1. Mannschaft in der 4. Liga und belegt dort hinter Wil 1a den guten zweiten Platz. Die Chancen, dass es im kommenden Sommer wieder nach oben geht, sind intakt.

Die Entwicklung der Frauenabteilung nahm einen ähnlichen Verlauf. Nach dem Abstieg aus der Nationalliga B (2015) kam es zum Zusammenschluss mit Amriswil. Mittlerweile haben sich die Wege getrennt. Kirchberg konsolidiert sich in der 3. Liga, wo die Frauen unter Trainer Yves Lusti nach Ablauf der Vorrunde den 7. Platz einnehmen. Die Frauen tragen mit der Organisation ihres Hallenturniers einen wichtigen Beitrag zum Vereinsleben bei.

Nun feiert der FC Kirchberg sein 75-Jahr-Jubiläum. Vor der Zukunft braucht ihm nicht bange zu sein, es werden sich immer wieder Menschen finden, denen der Verein am Herzen liegt und die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit der Gemeinschaft zurückzugeben.

Wie schrieb doch Bruno Schöb, Präsident von 1989 bis 1997, in seinen Grussworten in der Chronik zum 50-Jahr-Jubiläum: «Immer wieder vermochte die Freude an dieser so faszinierenden Sportart alle Schwierigkeiten zu überstrahlen. In jeder Epoche fanden sich Persönlichkeiten, welche zur Stärkung und Entwicklung des FC Kirchberg beitrugen.»

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