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Niederlage im Neckertal: FC Appenzell zeigte nicht, was er kann

Die Innerrhoder verlieren ihr Meisterschaftsspiel bei Neckertal-Degersheim mit 1:2 (1:1).

Martin Kradolfer
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Kevin Streule (helles Leibchen) im Zweikampf; im Hintergrund Mario Breitenmoser.

Kevin Streule (helles Leibchen) im Zweikampf; im Hintergrund Mario Breitenmoser.

Bild: PD

Gegenüber dem Cupspiel vor einer Woche konnten sich die 3.-Liga-Akteure des FC Appenzell zwar schon steigern, aber nicht im genügenden Ausmass, um das Startspiel in der 3. Liga erfolgreich zu gestalten, und so verlor Appenzell gegen ein clever aufspielendes Neckertal-Degersheim mit 1:2 (1:1).

Für den Innerrhoder-Trainer Alexandro Isler gewannen denn die Toggenburger in Necker auch verdient. Sie erspielten sich mehr Chancen und Appenzell zeigte erneut nicht, was es kann. Bis auf einige Kontermöglichkeiten gelangten die Innerrhoder nicht richtig ins Spiel. Auch der für Appenzeller Verhältnisse kleinere Platz darf nicht als «Ausrede» gelten. Unglückliche Ballverluste und Fehlpässe prägten zu oft das Spiel der Gäste. Demgegenüber konnten sich die Einheimischen gemäss ihrem Trainer gegenüber ihrem Cupspiel merklich steigern und waren ab Beginn bereit. In der zweiten Hälfte war bei den Innerrhodern zwar eine leichte Verbesserung erkennbar, aber weiterhin nicht im genügenden Ausmass, um die Partie zu gewinnen oder wenigstens einen Zähler mit nach Hause zu nehmen. Als Sturmspitze kam bei den Appenzellern der Junior A Kevin Streule (2002) – der zusammen mit Luca Kid (2003) fix ins Kader der 1. Equipe aufgenommen wurde – zum Einsatz, der keine schlechte Darbietung zeigte. Unter anderem war Sepp Peterer noch abwesend.

Schon nach sieben Minuten zurück

Bereits in der ersten Minute musste Gästetorwart Michael Räss einen Schuss von links abwehren und sechs Minuten später lag Appenzell durch einen Schuss ins rechte Eck aus 18 Meter von Stephen Bosshard zurück. Die Gäste versuchten einige Male, von hinten sauber herauszuspielen und ihre schnellen Flügel zu lancieren. Dies gelang aber in der Folge nur noch zu selten und der Ball lief nicht wunschgemäss durch die Reihen der Innerrhoder. Gleich nach dem Führungstreffer der Einheimischen konnte auf der linken Seite Lars Manser lanciert werden, zielte aber daneben. Als der Gästekeeper einen Ball verfehlte, konnten die Untertoggenburger daraus keinen Nutzen ziehen. Dies auch nicht nach 20 Minuten bei einer gefährlichen Hereingabe. Nach einer halben Stunde zielte Jonas Signer nach einem Zuspiel von Lars Manser zu hoch. In der 42. Minute zeigte Torhüter Michael Räss bei einem Freistoss aus 18 Meter ins nahe Eck eine Glanzparade. Als schon die Nachspielzeit lief, foulte der einheimische Keeper den angespielten Kevin Streule im Strafraum und Simon Baumann verwandelte den Penalty sicher zum 1:1 Pausenstand.

In der 49. Minute zielte nach einem schönen Angriff der Gäste Jonas Signer nur ganz knapp am linken Torpfosten vorbei. Danach erzeugten mehrmals die Einheimischen für Gefahr vor dem «Kasten» der Innerrhoder. So in der 59. Minute bei einem Kopfball über das Gehäuse und nach einem Cornerball. In der 72. Minute liess der Appenzeller Keeper einen Abschluss der Neckertaler nach vorne abprallen und der Nachschuss von Stephen Bosshard landete im Netz. Nach einem Fehler der Innerrhoder Abwehr konnte dann Michael Räss herauslaufend zur Ecke klären. In der letzten Viertelstunde gelang es den Gästen, den Druck etwas zu erhöhen, aber klare Möglichkeiten konnten nicht herausgespielt werden. Auch in der 94. Minute konnte der einheimische Schlussmann einen Freistoss von Florian Dörig abfangen und weil auch der letzte Angriff mit allen elf Mannen im Angriff nichts mehr einbrachte, blieb es bei der 1:2-Niederlage der Appenzeller.

Heimspiel gegen Wittenbach

Diese müssen wohl die Partie abhacken, gut trainieren und darauf hoffen, dass ihnen am kommenden Montag beim Heimspiel gegen Wittenbach eine bessere Leistung gelingt.

Appenzell spielte bei Neckertal-Degersheim mit: Michael Räss; Andrej Hörler, Florian Dörig, Lars Schneider, Mario Breitenmoser; Fabian Koller, Michael Dörig; Simon Baumann, Jonas Signer, Lars Manser; Kevin Streule. In der zweiten Hälfte eingewechselt wurden: Leon Keller, Sokol Shabani, Michael Büchler, Luca Kid, Andreas Rusch und Raphael King.

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