FUSSBALL: Führungswechsel beim FC Ebnat-Kappel

Christoph Schwabe übernimmt das Präsidentenamt nach sechs Jahren von Marcel Roth. Probleme gibt es weiterhin beim geplanten Kunstrasenplatz im Untersand.

Stefan Füeg
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Stolz und ergriffen: Marcel Roth betrachtet die Ehrenmitgliedschaftsurkunde. (Bild: Stefan Füeg)

Stolz und ergriffen: Marcel Roth betrachtet die Ehrenmitgliedschaftsurkunde. (Bild: Stefan Füeg)

Die 48. Hauptversammlung des FC Ebnat-Kappel lief eigentlich wie immer ab. In der «Sonne» in Krummenau wurden sämtliche Geschäfte einstimmig angenommen, auch bei den Wahlen gab es keine Gegenkandidaturen. Ein Raunen kam jedoch beim nicht traktandierten Geschäft «Kunstrasen Untersand» auf. Denn diesen Platz, genauer den heutigen Sandplatz, möchte der Verein auf eigene Kosten für Trainingszwecke zu einem Kunstrasen umwandeln. Marcel Roth, der scheidende Präsident, sowie auch ein ­Redner aus der Mitte der Versammlung machten beide die Politische Gemeinde Ebnat-Kappel für die Verzögerung haftbar.

«Wir haben die Bewilligung des Kantons, diesen Platz zu erstellen, nun liegt es alleine am Baurechtsvertrag.» Und diesen, so die Aussagen, könnten die Verantwortlichen des Vereins in der vorliegenden Form ganz sicher nicht unterschreiben. Da müsse sich die Gemeinde noch bewegen, so die Aussagen. Es gelte nun, dass sich alle Mitglieder des Vereins für einen vorteilhaften Vertrag einsetzen sollten. «Da können wir am Strassenfest am kommenden Wochenende mit den Zuständigen der Gemeinde anständig über dieses Problem diskutieren.»

Zurück zu den eigentlichen Traktanden: In den verschiedenen Jahresberichten streiften Marcel Roth wie auch Spiko-Präsident Hans Peter Blatter die Erfolge der verschiedenen Mannschaften. Blatter selber wurde im vergangenen Jahr als Funktionär des Jahres durch den Verband ausgezeichnet. «Etwas, das ich nie erwartet habe», so Blatter. Bei den Wahlen wurde Christoph Schwabe, ein Basler, der aber schon Jahre in Ebnat-Kappel lebt, zum Nachfolger von Marcel Roth gewählt. Der Abtretende durfte als «Geschenk» die Wahl zum neuen Ehrenmitglied «über sich ergehen lassen». Die Jahresrechnung des Vereins schloss bei Ausgaben von knapp 126000 Franken mit einem kleinen Defizit von rund 2000 Franken ab. Der Voranschlag für die laufende Saison sieht wiederum ein Defizit vor, diesmal gegen 9000 Franken.

Wie in den vergangenen Jahren durften die über 60 anwesenden Mitglieder anschliessend noch ein Nachtessen aus der «Sonnen»-Küche geniessen.