FUSSBALL: Die Spannung ist weg

Frühzeitig wie selten sind bei den regionalen Fussballern am letzten Wochenende die Entscheidungen gefallen. Die Schlussrunden werden zum Pflichtprogramm.

Beat Lanzendorfer
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Neckertal-Degersheim (in Gelb) gehört mit der Rückkehr in die 3. Liga zu den Siegern der Spielzeit 2016/17. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Neckertal-Degersheim (in Gelb) gehört mit der Rückkehr in die 3. Liga zu den Siegern der Spielzeit 2016/17. (Bild: Beat Lanzendorfer)

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@ toggenburgmedien.ch

In der 2. Liga Gruppe 2 ist die Luft vor den zwei abschliessenden zwei Runden draussen. Aufstei-gen wird Bazenheid, die Liga in die andere Richtung verlassen müssen mit hoher Wahrschein-lichkeit Tägerwilen und Tobel-Affeltrangen. Vier respektive fünf Punkte Rückstand auf Abtwil-En-gelburg sind kaum mehr wettzumachen. Ganz anders zeigt sich die Situation in der Gruppe 1.

Mit Buchs (47 Punkte) und Weesen (44) liebäugeln noch zwei Teams mit der Promotion. Weil der Leader mit Absteiger Bad Ragaz und Ruggell ein leichtes Schlussprogramm und auch 18 Strafpunkte weniger als Weesen hat, ist er klar im Vorteil. In den sauren 3.-Liga-Apfel müssen Schluein Ilanz und Bad Ragaz beissen.

Mehr Brisanz herrscht dort, wo Bazenheid nach den Sommerferien um Punkte kämpft. Drei Spieltage vor dem Ende hat Ko-sova (52) an der Spitze der 2. Liga interregional (Gruppe 6) vier Punkte Reserve auf Freienbach (48). Klarer präsentiert sich die Situation im Abstiegssektor. St. Margrethen (17) und Sirnach (16) sind praktisch weg vom Fenster. Uster (20) benötigt ein Wunder, um die fünf Punkte Rück-stand auf das viertletzte Schaff-hausen 2 (25) noch aufholen zu können.

Ein ähnliches Bild in der 3. Liga Gruppe 4

Um Spekulationen aus dem Weg zu gehen, finden auch in der 3. Liga die zwei Abschlussrunden zeitgleich statt. In der Gruppe 4 wäre dies für einmal gar nicht nö-tig. Wängi feierte am letzten Wo-chenende mit dem Sieg in Kirch-berg die vorzeitige Rückkehr in die 2. Liga. Verabschieden in die 4. Liga müssen sich Kirchberg und Eschlikon. Im Fall von Kirch-berg ist zu hoffen, dass der Unfall wie 2013 innert eines Jahres korrigiert wird und die Mannschaft in zwölf Monaten wieder in die Liga zurückkehrt.

Dramatische Verhältnisse in der Gruppe 3

Ganz so dramatisch wie vor wenigen Wochen, als sich noch sieben Mannschaften Aufstiegschancen ausrechneten, präsentiert sich die Situation nicht mehr. Das Feld hat sich mittlerweile auf fünf Teams gelichtet. In aussichtsreichster Position ist Weinfelden-Bürglen mit einer Zwei-Punkte-Reserve auf Henau und Flawil. Dahinter kommen Zuzwil (37) und Romanshorn (35). Der Spielplan sieht am Wochenende keine Direktbegegnung vor. Nerven braucht es dann am 11. Juni, wenn es zum Krimi Flawil – Wein-

felden-Bürglen kommt. Henau könnte dabei zum lachenden Dritten werden, weil die Marku- Elf am wenigsten Strafpunkte kassiert hat.

Spitzenkampf ohne Bedeutung

Neckertal-Degersheim trat während eines Jahres derart dominant auf, so dass der Spitzen-kampf gegen Wattwil Bunt (Platz 3) in der 4. Liga Gruppe 7 zur Bedeutungslosigkeit verkommt. Der Aufstieg ist längst fix. In der Gruppe 8 schliesst Ebnat-Kappel sein Programm am 10. Juni gegen Wagen ab.

Ebnater Frauen gastieren in Wittenbach

Zweitligist Ebnat-Kappel muss am Pfingstmontag zu Tabellennachbar Wittenbach. Mit fünf Punkten Rückstand geht es höchstens ums Prestige und nicht um eine Rangverbesserung.