FUSSBALL: Der Mann hinter dem Turnier

Am 6. September wird auf dem Sportplatz Sonnmatt in Kirchberg der CS-Cup durchgeführt. Zum 25. Mal steht Paul Güntensberger an der Spitze des Organisationskomitees.

Urs Nobel
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Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Erst kürzlich berichtete unsere Zeitung über den Kirchberger Paul Güntensberger, der mit seinem Fahrrad 11 000 Kilometer quer durch Südamerika fuhr. Das war eine Premiere, die in dieser Art einzigartig bleiben wird, sagte Güntensberger damals. Jetzt steht der pensionierte Export­leiter der Syma erneut vor einem speziellen Anlass. Diesmal verbunden mit einem Jubiläum. In der ersten Septemberwoche organisiert er als Verantwortlicher zum 25. Mal das CS-Cup-Turnier für Viert- bis Sechstklässler beider Geschlechter in Kirchberg. Den CS-Cup gibt es verteilt in der ganzen Schweiz.

Partner gesucht und gefunden

Ganz früher handelte es sich dabei um den Philips-Cup und dieser fand für die Oberstufenschüler statt, die damals Elferfussball spielten. Ein derartiges Turnier gab es auch in Wil. Die Äbtestädter waren jedoch nicht mehr in der Lage, die ganze Organisation alleine zu stemmen, als auch Fünft- und Sechstklässler zum Turnier zu­gelassen wurden. Deshalb wurde Paul Güntensberger von Jugend und Sport angefragt, ob er bereit sei, ein Turnier für die die Mittelstufen – später kamen die Viertklässler auch noch hinzu – in Kirchberg durchzuführen. Das war vor 25 Jahren und ist heute aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Güntensberger übernahm die Organisation, nachdem er sich beim FC Kirchberg die nötige Unterstützung (Infrastruktur, Schiedsrichter) eingeholt hatte und im Lehrer Urs Bischofberger eine Hilfe zum Mitmachen motivieren konnte, weil dieser die Erfahrung im computertechnischen Bereich, insbesonders im Schreiben der Turnierpläne hatte. Zudem kannte Bischofberger als Lehrer die Strukturen der Schulen, um Schüler respektive Klassen zur Teilnahme einladen zu können. Der CS-Cup ist nicht etwa nur den Kirchbergern vorbehalten. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Region Wil und dem Toggenburg inklusive Henau und Uzwil. Was einmal mit 30 Mannschaften auf vier Spielfeldern begann, ist unterdessen ein Grossanlass mit gegen 70 Mannschaften geworden. «Das sind etwa 700 Schüler und Schülerinnen und rund 300 Eltern, die jeweils auf der Sonnmatt sind. Eine beeindruckende Zahl.» Die Anmeldungen für dieses Jahr sind unterdessen verschickt, einzelne Rückmeldungen bereits eingetroffen. «Nach den Ferien werden noch weitere Anmel­dungen erwartet, Ende Monat ist Anmeldeschluss. So wie es jetzt aussieht, fehlen vor allem noch Anmeldungen von Mädchenteams und Viertklässlern.»

In den vergangenen 25 Jahren hat Paul Güntensberger viel erlebt als Organisator des CS-Cups. Vorwiegend Positives. So war es für ihn eine Freude, dass er stets auf FC-Kirchberg-Mitglieder als Schiedsrichter zurückgreifen durfte und dies heute noch darf. «Für mich sind die Schieds­richter die wichtigste Charge am Turnier. Wenn die Spielleitung funktioniert, sind alle zufrieden. Spieler, Betreuer, Eltern, Grosseltern. Trotzdem hatte er sich mit diesen in speziellen Fällen auseinanderzusetzen. So beispielsweise, wenn gemäss diesen der Ball beim Abpfiff noch nicht im Tor lag oder wenn Spieler zu extrem stiessen oder foulten. ­Suspekt war einst eine Forderung, das Spiel zu wiederholen, weil ein Tor anerkannt wurde, obwohl der Ball nicht vollumfänglich hinter der Linie gewesen sei. «Eine Torkamera installieren wir deshalb aber auch an der nächsten Ausgabe des CS-Cups nicht», schmunzelt Güntens­berger. Der FC Kirchberg und Paul Güntensberger gehören zusammen. Mit Ausnahme eines kurzen Abstechers nach St. Gallen, wo er sich ohne Erfolg als NLB-Fussballer versuchte, war er seinem Verein stets treu. Und er spielte damals auch in der ersten Mannschaft, mit der er 1974 in die 2. Liga aufstieg. «Das war damals etwas ganz Besonderes und nicht so einfach wie heute. Damals ­waren wir Kirchberger die Platzhirsche in der Gemeinde, nicht der FC Bazenheid.»

Leuchten in den Augen entschädigte

Nach seiner fussballerischen Laufbahn betätigte sich Güntensberger regelmässig in der Frei­willigen-Arbeit zu Gunsten des Vereins. Seine Freude war immer dann am grössten, wenn er für die Sportart Fussball etwas tun konnte. Vor allem das Leuchten in den Augen der Kinder, wenn sie müde, aber zufrieden waren, entschädigt ihn heute noch für den Aufwand, den er beispielsweise für den CS-Cup betreibt. Das sind rund fünf Arbeitstage für einen Tag Turnier.

Anmeldungen bis 28. August: www.fckcscup.ch