Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Fusionswogen sind geglättet

Die Fusion von Spitex Wattwil und Ebnat-Kappel ging nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne. Doch inzwischen hat sich die Situation beruhigt, wie ein Gespräch mit der Einsatzleiterin Trudi Fischer und der Präsidentin Hélène Spielhofer zeigt.
Adi Lippuner
Die Verantwortlichen der Spitex Mittleres Toggenburg, Präsidentin Hélène Spielhofer (links) und Einsatzleiterin Trudi Fischer. (Bild: Adi Lippuner)

Die Verantwortlichen der Spitex Mittleres Toggenburg, Präsidentin Hélène Spielhofer (links) und Einsatzleiterin Trudi Fischer. (Bild: Adi Lippuner)

WATTWIL. Geht der Stützpunkt in der Alterssiedlung Gill, Ebnat-Kappel zu oder bleibt er offen? Diese Frage stellte sich während der vergangenen Woche nicht nur die Kundschaft der Spitex Mittleres Toggenburg (Spitalexterne Krankenpflege), das Thema wurde breit diskutiert. Inzwischen ist klar: Die Räumlichkeiten werden weiterhin von der Spitex gemietet. Beratungsgespräche finden, nach telefonischer Vereinbarung, in Ebnat-Kappel statt. Auch Material kann dort abgeholt werden, «aber der Stützpunkt ist nicht einfach wie vorher offen und die Klienten konnten auch ausserhalb der Bürozeiten vorbeikommen», so Hélène Spielhofer.

Nahrung für die Gerüchteküche gab die Tatsache, dass die Mitarbeiterinnen der Spitex Mittleres Toggenburg seit 1. Juni nicht mehr als getrenntes Team von beiden Stützpunkten aus starten, sondern ihren Arbeitstag in Wattwil beginnen. «Dies macht Sinn, so haben sich die Frauen gegenseitig kennengelernt und funktionieren nun als Team», betont Einsatzleiterin Trudi Fischer. Sowohl der Präsidentin, zuständig für die strategische Führung, als auch der Einsatzleiterin als Verantwortliche für die operative Führung ist der Teamgedanke wichtig.

Gemeinsame Pause

Welchen Stellenwert der Zusammenhalt für die Führungsverantwortlichen hat, wird mit folgendem Satz erklärt. «Wir legen grossen Wert auf die gemeinsame Znünipause. So können kleine Probleme oder Fragen direkt gelöst werden und die Mitarbeitenden haben auch Gelegenheit, Erlebtes mitzuteilen und sich allenfalls Rat oder Zuspruch von Kolleginnen zu holen», betont Trudi Fischer.

Im Laufe des Monats Juli wird zudem in Wattwil der neue Stützpunkt mit grösseren Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse 4 bezogen. «Damit erhalten wir die Möglichkeit, bessere räumliche Verhältnisse zu schaffen. Aktuell sind es vor allem am frühen Morgen sehr beengende Situationen, wenn zehn Frauen gleichzeitig ihre Taschen bereitstellen müssen», gibt die Einsatzleiterin Einblick in den Alltag der Spitex-Mitarbeiterinnen.

Dienstleistungen ausgeweitet

Hélène Spielhofer ist die Botschaft wichtig, dass die Kunden von Ebnat-Kappel nun auch von zusätzlichen Dienstleistungen profitieren können. «Als eine der wenigen Spitex im Kanton St. Gallen bieten wir einen 24-Stunden- Pflege-Notfall-Pikettdienst an. Konkret bedeutet dies, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit eine diplomierte Pflegefachfrau telefonisch erreichbar ist, welche bei Bedarf auch bei den Kunden vorbeigeht.» Neu ist auch der Spätdienst bis 22 Uhr. «Dies bedeutet, dass Menschen, welche Hilfe brauchen, später ins Bett können.» Und die Betreuung der Rotkreuz-Notruf- Stelle sei eine weitere, wichtige Dienstleistung für das Mittlere Toggenburg.

«All dies ist nur möglich, weil wir die Gesamtorganisation vergrössern konnten. So gesehen, sind die Fusion und auch die damit verbundenen Neuerungen ein Gewinn für alle», ist Hélène Spielhofer überzeugt. Also rundum «Friede, Freude, Eierkuchen»? Nicht ganz. Trudi Fischer bestätigt, dass es rund um die Teamzusammenführung auch Nebengeräusche, Unzufriedenheit und Kündigungen gab. «Aber inzwischen haben sich die Wogen geglättet, und der Zusammenhalt unter unseren Mitarbeiterinnen wird spürbar. So gesehen hat sich der ganze Einsatz auch gelohnt.»

Und bei der Kundschaft? «Da herrscht grosse Zufriedenheit, denn die Ebnat-Kappler haben inzwischen unsere Mitarbeiterinnen aus Wattwil kennengelernt und wissen nun, dass auch diese ihre Arbeit mit viel Engagement machen», so die Einsatzleiterin.

Gesamtstrategie festlegen

Für Hélène Spielhofer und den gesamten Vorstand der Spitex Mittleres Toggenburg ist die Zusammenführung noch nicht ganz abgeschlossen. «Wir wollen für das kommende Jahr eine Gesamtstrategie erarbeiten. Im neuen Dienstleistungszentrum an der Bahnhofstrasse können wir zeigen, dass die Spitex nicht ausschliesslich für ältere Menschen sondern für die gesamte Bevölkerung im Einsatz ist.»

Zudem soll es für 2014 einheitliche Anstellungsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen geben. «Unser Ziel ist es, als fairer Arbeitgeber die hohen Leistungen, welche täglich erbracht werden müssen, mit guten Vertragsbedingungen zu honorieren», so die Präsidentin. Im Rahmen der neuen Strategien sei es zudem möglich, dass die Räumlichkeiten in Ebnat-Kappel für weitere Dienstleistungen gebraucht werden können. Welche, sei gegenwärtig noch offen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.