Schwende: Fusion mit Rüte rückt näher

Schon länger wird diskutiert, nun ist sicher: Ein Zusammenschluss der Innerrhoder Bezirke Schwende und Rüte könnte bereits 2021 Realität sein.

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An der Bezirksgemeinde sprachen sich die Schwendner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Ausarbeitung eines Zusammenschlussvertrages aus. (Bild: Alessia Pagani)

An der Bezirksgemeinde sprachen sich die Schwendner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Ausarbeitung eines Zusammenschlussvertrages aus. (Bild: Alessia Pagani)

Die Bezirksräte von Schwende müssen einen Zusammenschlussvertrag mit Rüte ausarbeiten, dies im Hinblick auf eine mögliche Fusion der Bezirke. Diesen Grundsatzentscheid haben rund 250 Schwendner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der gestrigen Bezirksgemeinde im Mehrzweckgebäude gefällt. Die voraussichtliche Fusionsabstimmung und damit der definitive Entscheid findet im kommenden Jahr statt. Die Landsgemeinde wird 2021 über die Änderung der Kantonsverfassung befinden, bevor die Fusion umgesetzt wird.

Noch vor der Abstimmung hatte der regierende Hauptmann Sepp Manser vor der Utopie gewarnt, dass durch diesen Schritt finanzielle Einsparungen möglich seien.

«Aber eine Fusion brächte eine Effizienzsteigerung in fast allen Bereichen.»

Manser sprach damit auch die Problematik an, gewillte Personen für Exekutivämter zu finden. Das Milizsystem stosse zunehmend an seine Grenzen, die Aufgabenerfüllung in den Bezirken sei gleichzeitig anspruchsvoller geworden.

Investition von vier bis fünf Millionen Franken

Schwende und Rüte haben heute unterschiedliche Steuerfüsse. So beträgt er in Schwende 24 Punkte, in Rüte 20. Letztere wird seine Steuerfuss mit einer Fusion auf 24 anheben müssen. Manser sagte im Hinblick auf anstehende Investitionen:

«Schwende ist in Bezug auf eine Fusion mehr gefordert.»

Demnach müssen bis 2024 beispielsweise im Strassenbau für verschiedene Projekte vier bis fünf Millionen Franken aufgewendet werden. Der Bezirksrat rechnet in den nächsten fünf Jahren mit Aufwendungen von jährlich zwei Millionen Franken. Um diese grossen Investitionen stemmen zu können, wäre ohne Fusion in den kommenden Jahren die Erhöhung des Steuerfusses auf 28,5 Punkten unumgänglich.

Über vergangene Investitionen gab die Jahresrechnung 2018 Aufschluss. Diese schliesst bei Ausgaben von 3,37 Millionen Franken und Einnahmen von 2,99 Millionen Franken mit Mehrausgaben von rund 380000 Franken. «Wegen weniger Fronarbeit haben vor allem die Wanderwege das Budget überdurchschnittlich belastet», so Manser. Zudem hätten verschiedene Bauprojekte zu Buche geschlagen. Zudem galt es, einen Ersatz für die Grossräte Ueli Manser, Thomas Mainberger und Rosalie Manser zu wählen. Letztere wurde vergangenes Wochenende ins Kantonsgericht gewählt. Das Amt des Grossrats bekleiden neu Sepp Inauen, Yvonne Fässler und Raphael Brunner. Die Nachfolge von Bezirksrat Köbi Rusch übernimmt Bruno Hehli jun., Sepp Herger löst Robert Bisig als Vermittler ab.

Die neu gewählten Schwendner Grossräte Raphael Brunner, Yvonne Fässler und Sepp Inauen sowie der neu gewählte Bezirksrat Bruno Hehli junior. (Bild: Alessia Pagani)

Die neu gewählten Schwendner Grossräte Raphael Brunner, Yvonne Fässler und Sepp Inauen sowie der neu gewählte Bezirksrat Bruno Hehli junior. (Bild: Alessia Pagani)