Fusion mit Turnerinnen vorangetrieben

Über 80 Turnveteranen trafen sich in Urnäsch zur Jahrestagung. Im Mittelpunkt standen der Zusammenschluss mit der Turnerinnen-Vereinigung und Ehrungen der älteren Tagungsteilnehmer.

Werner Grüninger
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Die ältesten Veteranen bekamen von Turnerinnen eine Nelke angesteckt. (Bild: gr)

Die ältesten Veteranen bekamen von Turnerinnen eine Nelke angesteckt. (Bild: gr)

URNÄSCH. Obmann Heinz Keller (Grub) entbot den 82 Turnveteranen in der Mehrzweckanlage Au in Urnäsch sowie den Gästen, darunter Gemeindepräsident Stefan Frischknecht, Roger Pighi vom ATV und Margrit Oertle von der TIVA, Gruss und Willkomm.

Fusion mit den Turnerinnen

Die Obmannschaft stellte die Weichen für einen Zusammenschluss mit der Turnerinnen-Vereinigung (Tiva) und informierte über das weitere Vorgehen. Im Jahr 2009 hatten die Veteranen einer Fusion zugestimmt, so dass die Grundsatzidee weiterverfolgt werden konnte. Nach einer langwierigen Diskussion stimmten die Turnerinnen mit grossem Mehr der Fusionsidee mit den Appenzeller Turnveteranen zu und ebneten damit den Weg für das weitere Gespräch. Die Obmannschaft setzt sich mit dem Vorstand der Tiva an den Tisch, um mit ihnen über das Vorgehen eines Zusammenschlusses zu beraten. Ein Zusammenschluss ist frühestens im Jahr 2013 möglich.

Verstorbene Veteranen bedacht

Zum besinnlichen Teil der Jahrestagung gehört auch die Totenehrung, musikalisch umrahmt durch die Musikgesellschaft Urnäsch. Der Vereinigung gehören derzeit 348 Veteranen an. Auch in diesem Jahr musste von zahlreichen Turnkameraden Abschied genommen werden, die einem Idol verpflichtet waren, dem sie bis zum Tode treu geblieben waren, wie Heinz Keller zu verstehen gab. Der Obmann richtete feinfühlige Worte zum Gedenken der zehn verstorbenen Turnkameraden Alfred Bänziger (Teufen), Max Steiner (Säge Herisau), Eugen Hutterli (Speicher), Robert Graf (Rehetobel), Kurt Walter (Gais), Werner Nef (Urnäsch), Jakob Schmid (Rehetobel), Jakob Knöpfel (Hundwil), Jakob Frischknecht (Urnäsch) und Paul Niederer (Heiden).

Mitgliederzahl nimmt ab

Obmann Heinz Keller, Grub, erledigte die statutarischen Geschäfte. In seinem Jahresbericht wies er auf die Tätigkeit der Obmannschaft hin, über den Präsidentenwechsel von Daniel Büchel zu Peter Abegglen (Speicher), den Zusammenschluss mit der Tiva, die Erfolge der Appenzeller Turnerinnen und Turner im Jugendbereich (Geräteturnen, Leichtathletik und Sektionswettkämpfe) und den nach 13 Jahren wieder ins Leben gerufenen Skitag. Nebst dem hohen Stellenwert der Kameradschaft wird mit dem Mitgliederbeitrag dem Gründungsziel, die Jugend im turnerischen Bereich zu unterstützen, nachgelebt. Der Mitgliederstand konnte trotz Neueintritten aufgrund von Austritten und Todesfällen nicht ganz gehalten werden. Die Mitgliederliste weist einen Bestand von 384 Veteranen auf.

Bei den Finanzen resultierte ein Vorschlag von rund 340 Franken. Der bisherige Mitgliederbeitrag beträgt weiterhin 12 Franken, und die Zuwendung an die Jugendkommission wurde mit dem bisherigen Betrag von 2400 Franken für Jugendanlässe genehmigt. Dem Vorstand mit Heinz Keller als Obmann und den verbleibenden Mitgliedern der Obmannschaft wurde in globo zugestimmt. Diese setzt sich zusammen aus Obmann Heinz Keller (Grub), Kassier Emil Walser (Bühler), Aktuar Kurt Schläpfer (Herisau) und den Beisitzern Walter Graf (Heiden) und Fritz Nef.

Älteste Turnveteranen geehrt

Die ältesten Tagungsteilnehmer bekamen einen jugendlichen Glanz, als ihnen auf der Bühne Turnerinnen eine rote Nelke ins Knopfloch steckten. Diese Ehre wurde über 50 Veteranen bis Jahrgang 1936 zuteil, wobei Reto Willi (Bühler, 1921), Emil Schläpfer (Wolfhalden, 1922) und Fritz Rüfenacht (Herisau, 1923) die ältesten waren. Nach dem Turnerlied, einem Turnprogramm und dem Zvieri blieb noch Zeit für das gemütliche Verweilen.