Fusion auf 2013 geplant

Die Dorfkorporationen Neu St. Johann und Nesslau planen auf den 1. Januar 2013 den Zusammenschluss.

Franz Steiner
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Neu St. Johann. Zügig konnte Präsident Ernst Aerne die Hauptversammlung der Dorfkorporation Neu St. Johann am Mittwochabend im «Gemsli» abhalten. So gab weder das neue Wasserreglement noch der Zusammenschluss der beiden Dorfkorporationen Neu St. Johann und Nesslau in der nächsten Amtsperiode ab 1. Januar 2013 bei den 19 Anwesenden zu Diskussionen Anlass. Der Neubau des Reservoirs Schrändli, das Hochfahren der Entkeimungsanlage im Grundwasserpumpwerk und einige Leitungsbrüche verlangten im abgelaufenen Jahr ganzen Einsatz.

Zusammenschluss macht Sinn

Der Verwaltungsrat schaute auch in die unmittelbare Zukunft und auf die mögliche Fusion mit der Dorfkorporation Nesslau. Schon in einigen Bereichen arbeitet die Dorfkorporation Neu St. Johann mit jener von Nesslau eng zusammen, so dass eine Fusion über kurz oder lang Sinn mache. Da in zwei Jahren Wahlen anstehen, wird darum das Ziel eines Zusammenschlusses im Jahr 2013 konkret angegangen. Jetzt hat man zwei Jahre Zeit, so dass man nach dem Ende der laufenden Amtsdauer die Fusion auf den 1. Januar 2013 vollziehen und mit den ordentlichen Wahlen einen neuen Verwaltungsrat bestellen kann.

Aus der kleinen Runde kam die Frage, ob nur Nesslau und Neu St. Johann in der Gemeinde Nesslau-Krummenau zusammenspannen werden. Ernst Aerne meinte, dass Krummenau irgendwann dazu kommen könnte, Ennetbühl und Laad dagegen eher nicht.

Das neue Wasserreglement löst jenes vom Jahre 1986 ab, welches weder den heutigen Bestimmungen der Gesetzgebung noch den heutigen technischen Gegebenheiten entspricht. Die Taxen sind ab jetzt streng nach dem Verursacherprinzip reglementiert. Ohne Wortmeldung wurde dem Reglement zugestimmt und dieses tritt ab 15. April in Kraft.

Neues Prozessleitsystem

Die Dorfkorporation Nesslau ist im Zusammenhang mit der Netzerweiterung nach Rietbach ebenfalls in der Situation, dass die gesamte Anlage erneuert werden muss. Schon heute sind Leitungen und Steuerungskomponenten miteinander verbunden. Dies bewog die beiden Verwaltungsräte, die gesamte Steuerung der beiden Korporationen gemeinsam zu bauen und über einen zentralen Rechner zu steuern. Das Projekt sieht die eigentliche Zentrale mit dem Rechner im Mehrzweckgebäude Neu St. Johann vor. Die Gesamtkosten belaufen sich auf eine knappe halbe Million Franken. Dem Antrag mit einem Kredit von 81 000 Franken wurde zugestimmt.

In der allgemeinen Umfrage wurde eine mögliche Wasserknappheit im Sommer angesprochen. Ernst Aerne erwähnte in diesem Zusammenhang die geringen Schneemengen in diesem Winter in höheren Lagen, was mit wenig Schmelzwasser verbunden sei und somit das Wasservolumen schmälern könnte.