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Funktionierende Nahrungssuche bei Sturm und Schnee

Region Sturm Burglind hat auch der Tierwelt zu schaffen gemacht. Bei den Vögeln lautete die Devise: Wer nicht unbedingt fliegen muss, bleibt am Boden.

9.12. Über Nacht ist Schnee gefallen. Am Rhein aber gibt es genügend Insekten. Auf den überspülten Sandbänken haben sich Bachstelzen, Bergstelzen und Bergpieper eingefunden. Wenn es nicht allzu kalt ist, bleiben die Ränder eisfrei und enthalten Nahrung.

10.12. Mit über 100 km/h zieht ein Schnee-Föhnsturm durchs Rheintal. Ein Graureiher kämpft sich durch die Böen. Wer nicht fliegen muss, bleibt am Boden. Strassentauben versammeln sich in Bahnhofsnähe, hier finden sie Sämereien beim Getreidesilo. Ein einladendes Jagdgebiet für Greifvögel. Auch ein Spatzenschwarm zieht Kostgänger an: Sperber, Rotmilan, Wanderfalke, Bussarde oder Rabenkrähen.

Bei Sperbern schlagen die Kleinvögel Alarm

23.12. Die Krickenten haben eine Vorratskammer gefunden. Wo das Abwasser der ARA in den Rhein fliesst, dürfte die Temperatur höher sein. Dadurch vermehrt sich tierische und pflanzliche Nahrung. Ein etwa taubengrosser Vogel fliegt daher. Schnell und angestrengt schlägt er mit den Flügeln. Es ist ein Sperber. Sie halten sich im Winter öfter in der Nähe von Futterstellen auf. Wird ein Sperber entdeckt, schlagen die Kleinvögel mächtig Alarm. Sperber müssen ihre Beute mit einem Blitzstart und schnellem Jagdflug überraschen. Da sie auch in bewohntem Gebiet jagen, endet der Flug hier und da in einer Scheibe, meist tödlich.

Sperber sind Brutvögel, ihr Horst jedoch schwierig zu entdecken. Jedes Jahr bauen sie einen neuen auf dichten Bäumen, gerne in Fichtenwäldern. Das Männchen jagt und bringt die Beute. Sowohl das brütende Weibchen als auch später die Jungen werden von ihm versorgt. Nur das Weibchen «weiss», wie man die Beute zerteilt und die Jungvögel damit füttert. Die Jungen verhungern, wenn das Weibchen umkommt, bevor sie gelernt haben, die Beute zu zerlegen. Sind die Jungen einen Monat alt, fliegen sie den Altvögeln bettelnd entgegen. Nach weiteren drei Wochen sind sie selbstständig. Ringfunde belegen ein Höchstalter von 15 Jahren.

Futterstelle zieht verschiedene Arten an

27.12. Schnee ist angesagt. Vögel wissen das ohne Meteo. Eine Futterstelle zieht Kohl- und Blaumeisen an, dazwischen zwei Tannenmeisen. Tannenmeisen sind selten im Siedlungsraum. Sie leben vor allem am oberen Rand der Fichtenwälder. Im Sommer klettern sie oft in den obersten Fichtenzweigen umher, immer in Bewegung. Sie lesen allerlei Insekten ab, dazu fressen sie kleine Sämereien. Sie brüten in Baumhöhlen und auch in Bodenlöchern. Nistkästen werden angenommen, aber nicht bevorzugt. Brutplätze zu finden ist schwierig, Familienverbände zu sehen ist gut möglich.

Heidi Aemisegger, Edith Altenburger

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