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Kommentar

Neue Gemeindspräsidenten in Ausserrhoden: Die Unzufriedenheit im Volk für sich genutzt

Sie kamen, sahen und siegten: Auch wenn der parteilose Kurt Geser aus Herisau und der parteiunabhängige Jürg Engler aus Bühler erst wenige Wochen vor der Wahl ihre Kandidaturen für das jeweilige Gemeindepräsidium bekannt gaben – das Volk hat sie beide gewählt.
Roger Fuchs
Roger Fuchs, Redaktionsleiter der Appenzeller Zeitung

Roger Fuchs, Redaktionsleiter der Appenzeller Zeitung

Mit wenigen Auftritten ist es ihnen gelungen, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. In beiden Fällen ist das Resultat allerdings nicht Pro Neugewählte, sondern vielmehr contra Renzo Andreani (SVP) in Herisau und contra Ingeborg Schmid (SVP) in Bühler zu werten.

Während in Herisau im Volk eine grosse Unzufriedenheit darüber herrscht, dass es in der Entwicklung der Gemeinde vielerorts nur zaghaft vorwärts geht, stand in Bühler die Kommunikation der abgewählten Präsidentin in der Kritik. Ob es die Neugewählten besser machen, müssen sie erst beweisen. Schliesslich sind zögerliche Entwicklungen in Herisau beispielsweise beim geplanten Migros-Neubau oder dem markanten Obstmarkt vor dem Regierungsgebäude sicher nicht allein einem zaudernden Präsidenten geschuldet.

Beide Fälle zeigen gleichzeitig auch auf: Politik kann höchst unberechenbar sein. Und Unzufriedenheit im Volk sollte mit mehr als nur schönen Worten aufgefangen werden, wie man es bei Schmid und Andreani manchmal das Gefühl hatte.

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