Für eine Lösung sind alle gefordert

Das Ebnat-Kappler Stimmvolk hat Klartext gesprochen: Mit einem Vorsprung von 423 Stimmen wurde der Kreditantrag für den Neubau des Sportplatzes Gill an der Urne verworfen. Dafür mag es verschiedene Gründe geben. Das Resultat als Klatsche für den Fussballclub zu sehen, wäre falsch.

Sabine Schmid
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Das Ebnat-Kappler Stimmvolk hat Klartext gesprochen: Mit einem Vorsprung von 423 Stimmen wurde der Kreditantrag für den Neubau des Sportplatzes Gill an der Urne verworfen. Dafür mag es verschiedene Gründe geben. Das Resultat als Klatsche für den Fussballclub zu sehen, wäre falsch. Denn, dass der Verein viel Jugendarbeit für die Gemeinde leistet, wird bemerkt und honoriert. Viel mehr scheint ins Gewicht gefallen zu sein, dass mit dem Neubau eine Pflästerli-Politik betrieben wird. Zwar hätten die Gemeinde und der FC Ebnat-Kappel zusammen 1,5 Millionen Franken investiert. Herausgekommen wäre aber ein Platz, der die Anforderungen für ein Meisterschaftsspiel der Elite nicht erfüllt hätte, weil er zu klein ist. Gill wäre sozusagen ein Luxus-Trainingsplatz geworden, auf welchem ebenfalls Juniorenspiele und das Grümpelturnier gespielt werden. Dies wollten die Bürger offenbar verhindern.

Mit dem Nein ist der Wunsch des FC nach einem Allwetterplatz nicht vom Tisch. Die Lösung könnte eine Verschiebung des Fussballplatzes vom Gill in den Untersand sein, verbunden mit einem Ausbau. Doch hierfür gibt es raumplanerische Bedenken. Von den Kosten gar nicht zu reden. Das Thema ist lanciert, und der Zeitpunkt wäre gut, um eine gesamtheitliche Lösung anzustreben. Dafür müssen sich alle in ein Boot setzen: die Sportvereine, die Schule und die Gemeinde. Nur so kann eine Lösung gefunden werden, die möglichst alle Bedürfnisse abdeckt, nachhaltig und in der Bevölkerung mehrheitsfähig ist.

@toggenburgmedien.ch