Für ein effizientes Kirchenparlament

Über 40 Anträge vom Kirchenrat erhielten die Synodalen zwei Tage vor der letzten Herbstsynode. Bei der Fülle von Anträgen und der kurzfristigen Zustellung sei eine seriöse parlamentarische Arbeit nicht mehr möglich, sagte der Synodale Koni Bruderer aus Heiden.

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Über 40 Anträge vom Kirchenrat erhielten die Synodalen zwei Tage vor der letzten Herbstsynode. Bei der Fülle von Anträgen und der kurzfristigen Zustellung sei eine seriöse parlamentarische Arbeit nicht mehr möglich, sagte der Synodale Koni Bruderer aus Heiden. Er habe deshalb eine Motion eingereicht mit dem Ziel, das Geschäftsreglement der Synode anzupassen. Bruderer möchte, dass Anträge künftig zehn Tage vor Beginn einer Synode in schriftlicher Form eingereicht werden. Um Anträge am Tag der Synode selber einzubringen, braucht es die Zustimmung von zwei Dritteln der Synodalen.

Kirchenrat Thomas Gugger äusserte zwar Verständnis für das Anliegen, sah aber die Gefahr einer Benachteiligung des Kirchenrats. Der Handlungsspielraum der Geschäftsstelle und des Kirchenrats solle nicht eingeschränkt werden, so Gugger. Nach einer kurzen Diskussion wurde die Motion mit 32 Ja-Stimmen gutgeheissen. Die Motion fliesst nun als Antrag in die nächste Synode ein. (mge)