«Für den Bürger ändert sich nichts»

Nachdem Roger Keller sein 20-Prozent-Pensum als Finanzverwalter bei der Gemeinde Lütisburg gekündigt hat, machte sich der Gemeinderat Gedanken über eine Anschlusslösung. Warum man nun die Lösung eines Mandatsverhältnisses gewählt hat, beantwortet Lütisburgs Gemeindepräsidentin Imelda Stadler.

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Imelda Stadler Gemeindepräsidentin von Lütisburg (Bild: pd)

Imelda Stadler Gemeindepräsidentin von Lütisburg (Bild: pd)

Nachdem Roger Keller sein 20-Prozent-Pensum als Finanzverwalter bei der Gemeinde Lütisburg gekündigt hat, machte sich der Gemeinderat Gedanken über eine Anschlusslösung. Warum man nun die Lösung eines Mandatsverhältnisses gewählt hat, beantwortet Lütisburgs Gemeindepräsidentin Imelda Stadler.

Frau Stadler, ist es nicht aussergewöhnlich, dass eine Gemeinde die Finanzverwaltung extern in einem Mandatsverhältnis regelt?

Nein, gar nicht. Andreas Mettler von der RG Consulting AG in Degersheim ist ausserdem ein kompetenter Fachmann, der schon als Finanzverwalter für die Gemeinde Flawil tätig war, und für uns ist es optimal, dass er das 20-Prozent-Pensum von Roger Keller im Mandatsverhältnis übernehmen kann. Die Kosten für das Pensum bleiben ausserdem gleich hoch. Dem Gemeinderat war es wichtig, die Finanzverwaltung auch weiterhin in kompetenten Händen zu wissen.

Und wie funktioniert die Finanzverwaltung ab dem 1. Juli mit der neuen Lösung?

Andreas Mettler wird bei uns im Haus arbeiten, wie es Roger Keller auch bereits getan hat. Es kann also nicht die Rede von einer externen Lösung sein. Und es wird keine spürbaren Veränderungen für den Bürger geben. Ausser, dass die Fragen an die Finanzverwaltung nun von einer anderen Person beantwortet werden.

Wurde diese Lösung auch im Hinblick auf eine Gemeindefusion von Lütisburg gewählt?

Die mögliche Fusion war mit ein Grund, ja. Für uns wäre es keine angenehme Situation gewesen, wenn wir jetzt jemanden als Finanzverwalter angestellt hätten, dessen Pensum wir vielleicht nach einer Fusion aufgrund von Synergien nicht mehr benötigen.

Musste diese Entscheidung vom Amt für Gemeinden abgesegnet werden?

Nein, die Kompetenz darüber, wen wir einstellen, liegt beim Gemeinderat. (masi)