Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Fünf Fragen zur Sportinfrastruktur

Rietstein, Rietwis, Risi: Was hängt in der Wattwiler Sportinfrastruktur womit zusammen? Und welche Rollen spielen Kanton und Gemeinde? Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner und Schulpräsident Norbert Stieger stehen Red und Antwort.
Serge Hediger
Das Planungsgebiet Rietwis liegt derzeit brach. (Bild: Serge Hediger)

Das Planungsgebiet Rietwis liegt derzeit brach. (Bild: Serge Hediger)

Wie beeinflusst die Sanierung des Thurverlaufs die Sportinfrastruktur?

Die Thursanierung nach Bundesvorgaben verlangt eine Verbreiterung des sogenannten Gewässerraums – unter anderem auch im Bereich der Fussballplätze Bunt und Schomatten. Das ohnehin isoliert stehende und über keine Infrastruktur verfügende Rasenspielfeld Bunt wird deswegen ersetzt werden müssen. Wir wollen diesen Bedarf in einer möglichen Gesamtanlage Rietwis einbeziehen.

Warum muss die Gemeinde Wattwil überhaupt Ersatz für die Turnhalle auf dem Rietstein-Areal beschaffen?

Der Kanton St. Gallen plant auf dem Rietstein-Areal den Neubau der Kantonsschule samt Turnhalle zur Eigennutzung. Ohne Ersatz dieser Halle, die zu gut einem Viertel der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde Wattwil gehört, kann die Schulgemeinde Wattwil ihrem gesetzlichen Auftrag, Turnunterricht zu erteilen, nicht mehr vollständig nachkommen. Weil der Kanton für seine Halle keine Mehrträgerschaft wünscht, planen Schulgemeinde und Politische Gemeinde als Ersatz für Schule und Vereine in Verbindung mit der ohnehin vorgesehenen Aussensportanlage auf dem Areal Rietwis eine eigene Turnhalle, die sie auch planen, bauen, betreiben und besitzen. Die dortigen Aussensportanlagen indes würden auch von der Kantonsschule genutzt.

Warum wird der Investitionskredit zur Planung der Sportanlage Rietwis vorsorglich an der Bürgerversammlung beantragt?

Zwar sind die Verhandlungen mit dem Kanton tatsächlich noch nicht abgeschlossen, doch das Kreditbegehren wurde vorsorglich eingestellt, damit der Kanton im Kantonsschulprojekt nicht auf die Gemeinde zu warten braucht. Für eine Abstimmung würde sonst ein ganzes Jahr verstreichen. Der Kanton hat aber bereits Wohlwollen signalisiert. Angesichts dieser Entwicklung hat der Gemeinderat darum die Abstimmung über die Beckensanierung im Schwimmbad zurückgestellt.

Wattwil hat die Idee einer Sportstätte schon mehrmals verworfen. Aber es gibt doch für eine örtliche Lösung auf Gemeindegebiet genügend freie Turnhallen, möchte man meinen.

Von den Wattwiler Turnhallen verfügen allein die dreifach unterteilbare Doppelturnhalle in der Grünau sowie die Rietsteinhalle über die für den Turnunterricht notwendigen Normmasse. Bereits die untere Halle im Schulhaus Risi ist eigentlich nur für die Nutzung auf Unter- und Mittelstufe ausgerichtet. Die dortige Schulanlage ist über 100 respektive 40 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Darüber hinaus fehlt eine Aula. Wird die Turnhalle Rietwis erstellt, so kann die obere Risi-Turnhalle, die einst als Gymnastikraum konzipiert wurde, bedarfsgerecht umgenutzt werden. Und auf der Hochsteig schliesslich wird zwar die kleine Turnhalle, nicht aber das Schulhaus genutzt. Das ist längerfristig nicht haltbar. Ein Abtreten der Turnhalle Rietstein ohne Ersatz ist also aufgrund der heutigen schon zu knappen Kapazitäten unmöglich. Mit den Reorganisationsschritten ist der Hallenbedarf ausgewiesen.

Eine Masterplanung der Gemeinde, abgeschlossen 2015, hat ergeben, dass all die grossen Bauvorhaben in diesem Dorfteil möglich und sinnvoll sind. In welcher Reihenfolge wird gebaut?

Der Kanton erstellt zunächst auf dem Areal Rietstein den Neubau für die Kantonsschule. Vorab muss die Aussensportanlage ins Rietwis verlegt werden. Dann ziehen die Kantonsschüler in ihre neue Kanti, die Schüler des BWZ zügeln in die alte Kanti, und das Gebäude des BWZ wird saniert sowie erweitert. Nach Abschluss der dortigen Arbeiten kehren die Lernenden an ihre Schule an der Bahnhofstrasse zurück, und die alte Kantonsschule kann einer neuen Nutzung zugeführt werden. Insgesamt wird sie ab heute noch sicher 12 bis 15 Jahre lang in Betrieb bleiben. Insgesamt ist der Planungshorizont gar noch weiter zu ziehen: Mit der Sportanlagenplanung auf dem Rietwis-Areal lösen wir örtliche Infrastrukturfragen für Generationen.

Alois Gunzenreiner Gemeindepräsident Wattwil (Bild: pd)

Alois Gunzenreiner Gemeindepräsident Wattwil (Bild: pd)

Norbert Stieger Schulratspräsident Schulgemeinde Wattwil-Krinau (Bild: Hansruedi Kugler)

Norbert Stieger Schulratspräsident Schulgemeinde Wattwil-Krinau (Bild: Hansruedi Kugler)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.