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Fünf Berufe in vier Stunden

Brosmete
Mea Mc Ghee

Die Aufgabe (ein Kinderspiel): Ich hatte mich bereit erklärt, das Team meines Sohnes während des Unihockeyturniers an seiner Schule von 8 bis 12 Uhr zu betreuen. Sechs Mädchen und Knaben zwischen sechs und acht Jahren wollten als Team Super Mario nichts weniger als den Sieg im Turnier der Erst- und Zweitklässler.

Die Bedingungen (eine klare Sache): Die Klassenlehrerin erklärte, wichtig sei, dass die Gruppe stets zusammenbleibe – besonders in der Zeit zwischen den Spielen. Als Betreuerin sollte ich die Super Marios abwechselnd beruhigen, aufmuntern oder anfeuern. Über das Wie konnte ich frei entscheiden.

Die Realität (eine Herausforderung): Schon vor dem ersten Anspiel gab es die ersten Tränen, weil ein Spieler zunächst nicht aufs Feld durfte. Drama auch nach dem Schlusspfiff. Anlass zur Diskussion war die Goalieleistung, die bemängelt wurde. «Wir sind ein Team, es nützt nichts, jemanden schlecht zu reden», versuchte ich mir als Psychologin und Coach Gehör zu verschaffen. Während der laaaaaaaangen Pause galt es als Animateurin a) die Gruppe bei Laune und b) die Gruppe diszipliniert zu halten. Ein Mädchen hatte schon nach der ersten Pause ihren ganzen Proviant verzehrt, die eine Hälfte des Teams wollte die Gspänli anfeuern, die andere Hälfte lieber im Schulzimmer die Wartezeit überbrücken. Den Anpfiff der zweiten Partie verpassten wir fast – ein Spieler hatte seine Turnschuhe im Schulhaus vergessen. Dass alle Stürmer/in sein wollten, war für den Coach keine Überraschung – aber eine Herausforderung.Aufgeschürfte Knie gehören zum Kindersport wie das Glace zum Sommer. Als gute Sanitäterin und Seelsorgerin hatte ich natürlich die benötigten Pflästerli und tröstende Worte bereit. Auch als Motivatorin erledigte ich meine Pflicht.

Das Ergebnis (eine Ernüchterung): Aus dem Turniersieg wurde nichts. Spass gemacht hat es trotzdem, aber nachdem ich innert vier Stunden mindestens fünf Berufe ausgeübt hatte, war ich nudelfertig!

Mea Mc Ghee

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