«Füf ab Füfi» mit Referenten

Seit über zwei Jahren macht man sich im Neckertal Gedanken, wie man mehr Leute in die Kirche bringt. Anstatt zu jammern, haben die Verantwortlichen konkret die «Füf ab Füfi»-Gottesdienste ins Leben gerufen. Alternierend haben diese in St.

Michael Schillmeier
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Seit über zwei Jahren macht man sich im Neckertal Gedanken, wie man mehr Leute in die Kirche bringt. Anstatt zu jammern, haben die Verantwortlichen konkret die «Füf ab Füfi»-Gottesdienste ins Leben gerufen.

Alternierend haben diese in St. Peterzell und Brunnadern einen grossen Freundeskreis gefunden. Das Kirchenpräsidium betont dann auch, dass der ökumenische Gedanke dahintersteckt. Jeder darf daran teilhaben, ein Familienfest für Jung und Alt soll es sein. «Hat die Wissenschaft Gott abgeschafft?» Unter diesem Thema hielt Michael Hottinger, Universitätsprofessor aus Zürich, vergangenen Sonntag einen vielbeachteten Vortrag. Von der Abschaffung Gottes könne keine Rede sein, so Hottinger; auch in der Vergangenheit seien 95 Prozent aller Wissenschafter gläubige Menschen gewesen. Galileo Galilei, Thomas Edison und viele andere. Victor Hugo soll gesagt haben: «Glauben ist schwer – nicht glauben unmöglich.» Auch Hottinger betonte, sein Glaube habe ihm stets geholfen, besser zu sein als ungläubige Kollegen, obwohl er nur seine eigene Meinung vertrete. Der Professor: «Bei wissenschaftlicher Arbeit ist es wichtig, Hypothesen, Theorien, Gesetzmässigkeiten und Prinzipien neu zu überprüfen und dabei Objekt und Subjekt zu unterscheiden.» Sobald man selber ein Teil des Objektes werde, sei die Wissenschaft nicht anwendbar, weil das Ego oft auf eine falsche Fährte führt. Hottingers Ausführungen sollten zum Denken anregen, was mit vielen Fragen diskutiert wurde.