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Wenn der Fuchs zu Besuch kommt

Derzeit sorgt eine Fuchsfamilie im Gebiet Büel-Erlenbach für Staunen. Angst müsse man keine haben, sagt der Jagdverwalter, jedoch Vorsicht walten lassen.
Karin Erni
So beisammen sind die zwei Füchse vom Büel in Herisau selten zu sehen. Sie können von hier über die Alpsteinstrasse bis Richtung Sonnenberg blicken. (Bilder: Roger Fuchs)
Ist es leise, wagen sich die Füchse bis zu den Häusern. Es handelt sich hier um einen der beiden Füchse des oberen Bildes.
Hier ein erster Blick auf die jungen Füchse von Herisau.
Das Gras und Gebüsch dient den Kleinen als Sicherheit.
4 Bilder

Fuchs kommt zu Besuch

Der Volksmund spricht vom «Frechdachs», eigentlich würde dieser Titel eher dem Fuchs gehören. Während ersterer eher scheu und nachtaktiv ist, wagen sich die Rotfüchse immer öfter ins Siedlungsgebiet. Der Fuchs zeichnet sich durch eine hervorragende Anpassungsfähigkeit aus. Es gelingt ihm, sich in sehr unterschiedlichen Lebensräumen zu etablieren. Gelegentlich kommt es auch zu Zwischenfällen, weil die Tiere die natürliche Scheu vor dem Menschen verloren haben.

Der Fuchsbestand sei unvermindert hoch und könne nur indirekt anhand von Strassen-Fallwild (jährlich auf der Strasse überfahrene Füchse) geschätzt werden, sagt der Ausserrhoder Jagdverwalter Heinz Nigg. Für ihn gibt es keinen Grund einen Fuchs zu schiessen, der sich in der Nähe der Menschen aufhält. «Wir tun dies nur, wenn es sich um ein offensichtlich krankes Tier handelt oder wenn trotz getroffener Vorsichtsmassnahmen grosser Schaden entsteht, wie beispielsweise bei einem Legehennenbestand.» Derzeit sei die eidgenössische Schonzeit für die Füchse abgelaufen. Offiziell gejagt würden sie aber erst ab dem 3. September. Im letzten Jahr wurden 462 Stück erlegt.

Lebendige oder tote Füchse nie berühren

Wenn die elementaren Hygienemassnahmen eingehalten werden, müsse man keine Angst vor ansteckenden Krankheiten haben, beruhigt Heinz Nigg. Die Virusinfektion Staupe, die in den letzten Jahren gebietsweise auftrat, ist für den Menschen nicht gefährlich. Hunde hingegen sollten gegen Staupe geimpft werden. Auch die Fuchsräude kann für sie problematisch werden. Die Milben können auf Haushunde übertragen werden. Die Krankheit ist behandelbar, wenn sie früh genug erkannt wird. Der Fuchsbandwurm könne zwar für den Menschen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen, und falls nicht rechtzeitig behandelt sogar zum Tod führen, sagt Nigg. Ansteckungen seien jedoch extrem selten.

Pro Jahr gebe es in der Schweiz weniger als zehn neue Fälle. «Die Chance, einen Sechser im Lotto zu haben ist also wesentlich grösser.» Der Erreger kann mit einem Bluttest nachgewiesen werden. Nigg rät aber dazu, falls sich Füchse im eigenen Garten aufhalten, die normalen Hygienemassnahmen besonders sorgfältig einzuhalten. «Der ungeschützte, direkte Kontakt mit Füchsen ist strikte zu vermeiden, kranke oder tote Tiere sollten umgehend der Jagdverwaltung oder dem Wildhüter gemeldet werden.» Zur Hygiene gehört, Rohkost wie Salat und Beeren gut zu waschen.

Fuchskot findet man häufig an erhöhten Stellen, wie Steinen oder Mäuerchen, da der Fuchs auf diese Weise sein Revier markiert. Die Exkremente sind oft dunkel gefärbt und haben Fruchtkerne darin, da der Fuchs ein Allesfresser ist. Kot, der sich im Garten befindet, sollte man mit einem Säckchen aufnehmen und im Kehricht entsorgen.

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