Frühstückstreffen in Appenzell

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Jubiläum Bereits seit 20 Jahren finden Frühstückstreffen dieser Art in Appenzell statt. Zu diesem speziellen Frauenfrühstück trafen sich kürzlich rund 100 Frauen im Hotel Hecht, um zusammen zu frühstücken und ein Referat von Barbara Abegglen zum Thema «Wenn das Leben schmerzt…» zu hören.

Bernadette Keller eröffnete den Anlass und sagte: «Heute, zum 20-Jahr-Jubiläum, haben wir etwas Spezielles vorbereitet. Die Gruppe ‹erscht rächt› unter der Leitung von Mirta Ammann wird im ersten Teil für Unterhaltung sorgen.» Mirta Ammann nahm die Frauen zusammen mit ihrer Gruppe mit auf eine musikalische Reise. Die Gruppe «erscht rächt» setzt sich aus rund 80 Mitgliedern mit und ohne Handicap zusammen und steckte die Frauen mit ihrer Freude an.

Nach dem Frühstück steigt die Referentin Barbara Abegglen aus Frauenfeld mit den Worten ein: «Die meisten kennen wohl den Bibelvers oder auch das Lied ‹Wer bittet, dem wird gegeben, wer sucht, der wird finden, wer anklopft, dem wird aufgetan›. Diese Verse können auf jemanden, der gerade einen Schmerz durchmacht, fast zynisch wirken.» Statt einer normalen Biographie zählte Barbara Abegglen ihre «Schmerzbiographie» auf. Beispielsweise habe es im Kindesalter begonnen, als sie bei der Taufe ihrer Schwester diese nicht halten durfte, obwohl das alle anderen auch konnten, und führte weiter bis in die Ehejahre, als die Schwiegereltern früh gestorben waren. «Von Kind auf wird uns beigebracht, dass das Leben nie schmerzt, wenn wir alles richtig machen. So ist das aber nicht. Diese Lüge müssen wir aber erst erkennen», sagte Barbara Abegg­len und ergänzte: «Wir können nicht verhindern, dass Schmerz in unser Leben kommt, wir können es nur akzeptieren.» (pd)