«Frühstücks-Sonne» in Bau

Seit einem Jahr hat Daniel Schnyder bereits viele Stunden an der Innenrenovation des ehemaligen Landgasthofes Sonne gearbeitet. Sein Chef hat ihn mit dem Umbau des Gasthofes zu einem Bed & Breakfast betraut. Nächstes Jahr soll die neue «Sonne» im Zentrum Bütschwils aufgehen.

Matthias Giger
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Bütschwil. Von aussen ist dem ehemaligen Landgasthof Sonne nicht viel anzusehen. Innen hingegen hat sich das Gebäude an der Kreuzung Richtung Mosnang von Grund auf verändert. Das muss es auch. Die Käufer der «Sonne», Brigitte und Rainer Widmer, Inhaber der Firma Widmer Badservice in Dietfurt, wollen darin künftig Zimmer mit Frühstück anbieten. Massgeblich mit dem Innenausbau beschäftigt ist der gelernte Zimmermann Daniel Schnyder.

Er arbeitet dabei eng mit seinem Chef Rainer Widmer zusammen, der die Räume am Computer konzipiert hat. Das Projekt sei schon eine grössere und ungewohnte Sache. «Ich arbeite aber sehr gerne daran und kann viel von dem gebrauchen, was ich gelernt habe», sagt Daniel Schnyder.

Gebäude ausgehöhlt

«Beim ersten Augenschein sahen wir schnell, dass das Gebäude ein grosses Flickwerk war», sagt Daniel Schnyder. Über die vielen Jahre hinweg sei immer wieder ein bisschen etwas gemacht worden (siehe Stichwort).

«Wir fanden beispielsweise im Parterre mehrere übereinander gelegte Böden», erzählt er.

Die grösste Herausforderung sei aber das Herausbrechen der Böden im ersten und zweiten Stock gewesen: Einmal, was die Statik betraf und bedingt dadurch auch, was den zeitlichen Aufwand anging, da man sich Schritt für Schritt vom Erdgeschoss bis in den zweiten Stock hocharbeiten musste.

Zudem habe man darauf achten müssen, dass die Räume im ersten und zweiten Stock nicht zu niedrig werden. Aus Gründen des Brandschutzes musste das ganze Gebäude ausgehöhlt werden. «Zeitweise sah man vom Parterre bis zum Dachboden hoch. Da konnte es einem schon mulmig werden», sagt Daniel Schnyder. Sobald die Böden eingezogen waren, machte man sich an den Einbau der Innenwände.

Zwischenzeitlich musste alles unterstellt werden, damit das Gewicht des Daches das Haus nicht zum Einstürzen brachte. Die Innenwände waren beim alten Bau mit den Aussenwänden verzahnt.

«Das Dach ist vor rund 10 Jahren erneuert worden. Das konnte man so lassen. Auch der Dachstock wurde nicht verändert. Der Aufwand wäre zu gross gewesen, denn der Dachstock werde nicht genutzt. Allerdings musste Daniel Schnyder einen alten Balken, auf dem der Dachstock liegt, heraus- sägen.

«Er ragte zu weit herunter und man hätte sich leicht daran den Kopf stossen können», begründet er.

Grösster Teil ist Eigenleistung

Ein Architekt habe zwar einige Berechnungen vorgenommen, im grossen und ganzen habe aber Rainer Widmer immer weiter entwickelt. «Und ich schaute vor Ort, dass alles schlau heraus kommt», sagt Daniel Schnyder. Selbst für die sanitären Arbeiten hat Rainer Widmer einen Fachmann im Team.

Ivan Sennhauser ist gelernter Sanitär und hat mit Daniel Schnyder gemeinsam die sanitären Einrichtungen eingebaut – in jedem Zimmer gibt es eine Dusche und ein WC. Die Böden werden in diesem Bereich mit einer Fussbodenheizung ausgestattet. In den Schlafräumen sorgen Radiatoren dafür, dass keiner der künftigen Gäste frieren muss. Auch die neuen Fenster hat Daniel Schnyder mit einem Arbeitskollegen montiert.

Derzeit werden die Wände isoliert. Sobald dies erledigt sei, kommen Gipsfaserplatten an die Wände, dann könne schon bald gestrichen und verputzt werden, gibt der Zimmermann der neuen «Sonne» einen Ausblick. Eine Menge kleinerer Arbeiten, wie beispielsweise die Montage der sanitären Einrichtungen seien der Grund, weshalb es noch gut ein Jahr dauert, bis die «Sonne» für Gäste und die im Haus eingemietete Filiale der Bütschwiler Bäckerei Senn einzugsbereit ist.

Auch eine Wohnung – diese ist bereits vergeben –, ein Empfangsbereich für die Gäste und ein Büro finden im Gebäude Platz. Im Büro werden Rainer Widmers Frau Brigitte und deren Tochter arbeiten.

Obwohl er gerne an diesem Projekt gearbeitet habe, freut sich Daniel Schnyder auf den Tag, an dem das Bed & Breakfast seinen Betrieb aufnimmt. «Ob ich auch mal hier übernachte? Mal schauen, vielleicht werde ich ja einmal eingeladen», schmunzelt er.

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