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Froh über Botschaft aus Lausanne

Die Gemeindepräsidenten von Wattwil und Ebnat-Kappel versprechen sich vom Bau der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil eine Verkehrsentlastung beider Orte. Das Bundesgericht hat alle Beschwerden gegen das Projekt abgewiesen.
Martin Knoepfel

TOGGENBURG. Die Gemeindepräsidenten von Wattwil und Ebnat-Kappel, Alois Gunzenreiner und Christian Spoerlé, sind froh über den Entscheid des Bundesgerichts in Lausanne. «Das Projekt wurde vom kantonalen Tiefbauamt fundiert und seriös vorbereitet», sagt Alois Gunzenreiner. «Für Wattwil und die Region Toggenburg ist es erfreulich, dass die Umfahrungsstrasse realisiert werden kann. Die Bevölkerung in Wattwil kann vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Für das Obertoggenburg wird die Verkehrserschliessung verbessert.»

Der Gemeinderat Wattwil habe darauf hingewiesen, dass sich mit der Umfahrung die innerörtlichen Entwicklungsperspektiven oder auch die Herausforderungen als Einkaufsort verändern würden. Deshalb sei das Konzept mit Strassenraumgestaltungsprojekten entwickelt worden, um die öffentlichen Räume im Zentrum aufzuwerten, hält Alois Gunzenreiner fest. Unter dem Überbegriff Zentrumsentwicklung würden der Dorfkern sowie die Attraktivität als Einkaufsstandort weiter gestärkt werden.

Der Entscheid aus Lausanne hat Christian Spoerlé nicht überrascht. «Da es sich um ein Projekt mit übergeordnetem Interesse handelt, war anzunehmen, dass die öffentlichen Interessen höher als die privaten gewichtet würden», sagt er. Wie und mit welchen Folgen Ebnat-Kappel betroffen sei, werde sich zeigen. «Die grösseren Städte werden näher rücken und die Wohnqualität wird sich somit nochmals verbessern. Bestimmt kann die Industrie und das Gewerbe von den besseren Verbindungen profitieren», ist Christian Spoerlé überzeugt. Er erwartet eine Abnahme des Verkehrs durchs Dorf. Dass eine Brücke übers Tal gebaut werde, sei bedauerlich, könne aber durch die sorgsame Architektur erträglich gestaltet werden. «Viel mehr Sorgen mache ich mir wegen der Auswirkungen auf den Wochentourismus. Durch die verkürzten Anfahrtszeiten wird dieser nochmals unter Druck geraten. Ich bin überzeugt, dass wir gut beraten sein werden, wenn wir uns schon jetzt zu einer konsequenten Ausrichtung auf den Tagestourismus Gedanken machen.»

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