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Frischmarkt macht Winterpause

Seit dem Frühling gab es jeden zweiten Mittwoch auf dem Bahnhofplatz in Ebnat-Kappel einen Markt. Organisatoren, Verkäufer und Kunden ziehen eine positive Bilanz nach der ersten Marktsaison.
Sabine Schmid

Weil das Schwimmbad im Frühling noch nicht geöffnet war, trafen sich einige Frauen aus Ebnat-Kappel stattdessen am Markt. Daraus hat sich eine Gewohnheit ergeben – alle zwei Wochen verweilten sie fortan auf dem Bahnhofplatz zum Kafiplausch. Gestern zum letzten Mal – denn der Frischmarkt auf dem Bahnhofplatz findet während der Wintermonate nicht statt. Mit den Worten «En schöne Winter», verabschiedeten sie sich und erledigten ihre Einkäufe.

Ins Leben gerufen wurde der Markt von Mitgliedern des Gewerbevereins Ebnat-Kappel. Seit dem Frühjahr boten acht bis neun Verkäufer an den Ständen auf dem Bahnhofplatz ihre Waren an. Und weil der Markt ein Treffpunkt sein sollte, wurden zwei Tische aufgestellt, an welchen die Besucher einkehren konnten.

Auch wenn der letzte Markttag nicht den gewünschten Publikumsaufmarsch gebracht hat, zog Jasmine Stoob, die Verantwortliche des Gewerbevereins, eine positive Bilanz. «Wir hatten über den Sommer viele regelmässige Kunden. Die Bevölkerung schätzt es wohl, dass etwas im Dorf läuft», sagte sie. Dass es gestern weniger Kunden gab als üblich, begründete sie mit den Herbstferien, in denen es sichtlich ruhiger ist im Dorf. «Bewusst führten wir den Markt während der Sommerferien nicht durch.»

Geschäfte präsentieren sich auf gute Art

Zufrieden waren auch die Verkäufer, obwohl der Markt für sie einen Mehraufwand bedeutet. Sie müssten natürlich eine Mischrechnung über die ganze Marktsaison machen, sagte beispielsweise Esther Rogger. Im Frühling konnte sie viele ihrer Setzlinge und Küchenkräuter in Bioqualität verkaufen. Jetzt im Herbst hat ihr Sortiment weniger Zuspruch. «Der Markt ist aber etwas Tolles für das ganze Dorf und wurde auch zu einem Treffpunkt», sagt sie. Marianne Stäheli konnte dank der Präsenz auf dem Markt neue Kunden gewinnen. «Gerade ältere Menschen kommen nicht zu uns ins Geschäft, weil es zu weit weg ist. Hier im Zentrum kaufen sie aber gerne unsere Früchte und unser Gemüse», sagt sie. Gerne am Markt zeigt sich auch der Weinhändler Domenico Laterza. «Die Idee des Marktes ist gut und die Geschäfte bemühen sich um eine gute Präsentation. Aber es kommen zu wenige Besucher», ist er überzeugt. Ginge es nach ihm, müsste der Markt am Samstag stattfinden, wenn weniger Leute arbeiten müssten und generell mehr los sei im Dorf. Jasmine Stoob und die Verantwortlichen des Markts haben sich diese Überlegung auch schon gemacht. Eine Präsenz an einem Markt am Samstag sei aber für die Gewerbler, die oft allein sind oder nur wenige Mitarbeiter haben, schwierig, denn sie seien gerade am Samstag stark im Geschäft eingebunden.

Viele Ideen für die nächste Marktsaison

So viel positives Echo gibt Jasmine Stoob Aufwind, um den Frischmarkt ab dem nächsten Frühjahr wieder durchzuführen. Gespräche mit der Gemeinde würden geführt, sagt sie. Jasmine Stoob kann sich vorstellen, mehrere Aktionen durchzuführen, um die Attraktivität zu steigern. «Wir haben bereits einige Ideen», verspricht sie und fügt an, dass es durchaus noch Platz für Stände weiterer Aussteller gäbe. Die Stammgäste freut dies. Für die Frauen der fröhlichen Kafirunde ist jedoch bereits jetzt schon klar: Wenn wieder Frischmarkt ist, kommen sie wieder.

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