Freundschaftlich verbunden

Hanny Niederer war es, die Greta Gantenbein in den 80er-Jahren den Wiedereinstieg bei der Swissair ermöglicht hat.

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Hanny Niederer war es, die Greta Gantenbein in den 80er-Jahren den Wiedereinstieg bei der Swissair ermöglicht hat. «Ob vier oder sechs Kinder bei uns am Tisch sitzen, spielt keine Rolle, die Chance, zum Fliegen zurückzukehren, musst du nutzen», waren die Worte, als Hanny Niederer mit ihrer Nachbarin «Gret» über das Thema diskutierte. Heute lebt sie im Appenzellischen, wo sie und Ehemann Ernst 1984 auf 860 Metern Höhe ein Höckli mit 2,8 Hektar Umschwung erwarben. Den Bauernhof mit Milchwirtschaft im Gauchen bei Gähwil haben sie vor 14 Jahren ihrem Sohn Martin übergeben und während zweier Jahre dort noch mitgearbeitet. 2004 verliessen sie das Toggenburg und lebten fortan fest in ihrem Höckli. Dort blieb Hanny Niederer auch nach dem Tod von Ehemann Ernst im Jahre 2012. Langweilig wird es ihr nach eigener Aussage nie. «Das Land ist verpachtet, der Garten vor dem Haus gibt noch genug Arbeit. Ich kann mich praktisch selbst versorgen, zudem wird das Holz im Sommer so zerkleinert, dass ich in der kälteren Jahreszeit den Kachelofen befeuern kann. Häufig kommen ihre Kinder oder eines der 13 Enkelkinder im Alter zwischen 4 und 19 zu Besuch. Zu den festen Ritualen gehört das gemeinsame Feiern von Weihnachten. «Dann sind jeweils so viele Kinder und Erwachsene im Haus, dass wir zusätzlich Festbänke und -tische aufstellen müssen», meint Hanny Niederer, deren Freundschaft mit Greta Gantenbein auch nach Jahrzehnten noch hält. (bl)