Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Freude an der Musik haben

Die Qualifikationsrunden für den diesjährigen BandXost Contest haben bereits begonnen. Auch drei Toggenburger Bands stellen ihr Können unter Beweis. Dabei steht jedoch die Freude an der Musik im Mittelpunkt.
Raffaela Arnold
Würden sich gerne einmal im Radio hören: Maewi.

Würden sich gerne einmal im Radio hören: Maewi.

TOGGENBURG. Die einen singen selber komponierte Mundartsongs, andere Eigenkreationen auf Englisch und wieder andere covern englische Lieder. So verschieden die drei Toggenburger Bands Maewi, Reunion und The Trembling Giants auch sind – die Freude an der Musik verbindet sie. Alle drei bestreiten den diesjährigen BandXost: Ein Contest, an dem junge Musikerinnen und Musiker – Altersdurchschnitt darf höchstens bei 24 Jahren liegen – teilnehmen dürfen, um wertvolle Bühnenerfahrung in professioneller Umgebung zu sammeln. Für die Gewinner gibt es eine professionelle Studio-Aufnahme, Beratung und Vermittlung an Konzertveranstalter.

Maewi zu zweit

Maewi nimmt bereits zum dritten Mal teil, jedoch das erste Mal in dieser Formation. Nadia Wittenwiler und Laura Mäder waren in der sechsten Klasse Teil einer Schülerband, später traten sie mal nur zu dritt auf, dann mit einer ganzen Band, und jetzt wagen sie sich zu zweit an die Herausforderung. «Wir sind nun wieder soweit, dass wir einen festen Stil haben und länger mit unseren Songs auftreten können», sagen die beiden Freundinnen, die auch neben der Musik viel verbindet. Die Songs komponiert Laura Mäder, auf Schweizerdeutsch. «Man soll sich damit identifizieren können, daher sind es Lieder aus dem Alltag.» Um zu proben, reisen die beiden schon mal für ein Wochenende in den Schwarzwald und geben sich ausschliesslich der Musik hin. «Manchmal kann ich drei Songs an einem Tag komponieren, manchmal geht gar nichts», gibt Laura Mäder zu. Um zwischendurch Geld zu verdienen, spielt das Duo auf Hochzeiten. Dabei begleitet sie ein Loop-Gerät. Während Nadia Wittenwiler singt – was sie sich anfangs kaum zutraute – spielt Laura Mäder Gitarre und bedient das Gerät. So braucht es nicht viele Instrumente; Töne können auf dem Loop aufgenommen und immer wieder abgespielt werden. Ihre Musik geht ins Ohr, sie spielen, was ihnen gefällt, auch wenn dies nichts Hochstehendes ist. Während Nadia Wittenwiler in einer Softwarefirma arbeitet, studiert Laura Mäder Germanistik. «Hauptberuflich als Musiker tätig zu sein, wird schwierig. Nur schon als Teilzeitjob Musik machen zu können, wäre schön», sagen die beiden.

Anders als Maewi sind die Bandmitglieder von The Trembling Giants auf dem Weg ins berufliche Musikbusiness – ob in der Kanti beim Schwerpunktfach Musik oder im Musikstudium. Seit einem Jahr sind Pascal Rothenbühler, Silvano Berti, Janic Haller und Yannic Lüönd eine Band.

Bäume als Bandnamen

Ihre Songs, die der Sänger Pascal Rothenbühler selber komponiert und die vier dann gemeinsam arrangieren, zeigen Einflüsse von Ben Howard und Mumford and Sons und sind auf die akustische Gitarre ausgelegt, die Pascal Rothenbühler spielt. Die vier kennen sich von der Kanti, der Big Band und dem Chor. Für einen Bandnamen haben sie sich etwas Spezielles einfallen lassen: «Bei der Suche nach einem Namen brachte ich den Vorschlag, nach Namen von alten Bäumen zu suchen», erklärt Silvano Berti. Sie wurden fündig. «The Trembling Giant», auch Pando genannt, ist der älteste und schwerste Organismus der Erde – rund 47 000 einzelne Bäume, die alle durch ihr Wurzelsystem miteinander verbunden sind und laut Wikipedia auf einer Fläche von 43,6 Hektar verteilt im Fishlake National Forest in Utah seit 80 000 Jahren ihr Dasein fristen. Auch die Songtexte der nach diesen Bäumen benannten Band sind naturbezogen.

Warum sie am BandXost mitmachen? «Damit wir in die Zeitung kommen», scherzen die vier. Dann werden sie ernster: «Das Feedback, das wir erhalten, hilft uns, uns zu verbessern. Ausserdem ist es eine gute Auftrittsmöglichkeit.»

Schülerband wieder vereint

Auch für die ehemalige Schülerband Reunion aus Ebnat-Kappel ist der Contest eine Auftrittsmöglichkeit. Bereits zum zweiten Mal werden sie den Wettbewerb bestreiten. «Die Atmosphäre war super, und weil wir sonst nicht viele Auftritte haben, ist es gut, auf etwas hinarbeiten zu können», sagen sie. Ronja Bösch, Silja Diener, Drenusha Qadraku, Janos Nerling, Levin Schafflützel, Lisa Bächler und Iris Graser fingen in einer Schülerband an, und weil ihnen das Musizieren Spass machte, machten sie als Reunion auch ausserhalb der Schulzeit weiter. Die Band gibt es schon seit einem Jahr, sie sind jedoch erst seit zwei Wochen zu siebt: «Der Schlagzeuger sprang kurzfristig ab.» Nun liege die grösste Herausforderung darin, einen Ersatz zu finden. Ihre englischen Covers probt die Band jeden Sonntagabend in einem gemieteten Keller. Der Altersdurchschnitt der Jugendlichen liegt bei 15 Jahren. «Dementsprechend ist auch die Organisation manchmal schwierig, weil es uns an Erfahrung fehlt und wir keine erwachsenen Leiter haben.» Was ihre Ziele für die Zukunft seien? «Weiterzumachen, eventuell eigene Songs komponieren und auf jeden Fall, den Spass an der Musik zu behalten», sind sie sich einig.

So geht es allen drei Bands: Die Freude an der Musik steht im Zentrum und hat bei allen höchste Priorität. Trotzdem träumen sie vom Erfolg: «Einen Swiss Music Award zu gewinnen wäre toll. Oder beim Autofahren ein eigenes Lied im Radio zu hören», sagt Nadia Wittenwiler von Maewi. Auch die vier von The Trembling Giants sind sich einig: «Gegen oben ist noch Luft, es wäre cool, wenn etwas daraus würde.»

The Trembling Giants spielen am 10. Oktober im Alten Kino in Mels; Maewi spielt am 31. Oktober im Cinema Sil Plaz in Ilanz; Reunion spielt am 7. November im Zak in Jona.

Haben ihren Namen von alten Bäumen: The Trembling Giants.

Haben ihren Namen von alten Bäumen: The Trembling Giants.

Da war der Schlagzeuger noch dabei: Reunion aus Ebnat-Kappel. (Bilder: pd)

Da war der Schlagzeuger noch dabei: Reunion aus Ebnat-Kappel. (Bilder: pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.