Freud und Leid in Grün-Weiss

Während ich diese Zeilen schreibe, ist mein Gemütszustand ausgeglichen. Allmählich steigt die Vorfreude, begründet auf der starken Leistung des FCSG vor Wochenfrist.

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Während ich diese Zeilen schreibe, ist mein Gemütszustand ausgeglichen. Allmählich steigt die Vorfreude, begründet auf der starken Leistung des FCSG vor Wochenfrist. Allmählich steigt aber auch die Anspannung, begründet in der Tatsache, dass der Grossclub aus Russlands Hauptstadt dem Aussenseiter «vom Land» nicht noch einmal mit dem C-Team entgegentreten wird. Während Sie diese Zeilen lesen, bin ich entweder euphorisiert oder total niedergeschlagen. Der Grund für meine Gefühlslage ist Grün-Weiss: Entweder ich danke den Fussballgöttern (so es diese denn gibt), oder aber ich hadere mit dem Schicksal im allgemeinen – und dem Schiedsrichter im speziellen. Im guten Fall ist Daniel Lopar seit gestern abend um 19.43 Uhr mein neuer Held: Denn der Torhüter des FCSG hat im entscheidenden Penaltyschiessen den elften Versuch der Moskauer mit einer mirakulösen Parade über die Latte gelenkt. Im schlechteren Fall ist Alhassane Keita seit gestern abend um 18.49 Uhr für mich eine Reizfigur: Denn der wirblige Stürmer aus Guinea hat in der Moskauer Chimki-Arena in der Nachspielzeit das 2:1 für die Gäste versemmelt – und das war beileibe nicht die einzige hochkarätige Torchance, die sich dem 169 cm kleinen Dribbelkünstler geboten hat. Im traurigen Fall eines Uefa-Cup-Outs der Espen bleibt mir immerhin eine Freude in «Grün-Weiss»: Am Mittwoch hat Celtic Glasgow gegen Schachtjor Karaganda eine schier unglaubliche Wende zum Guten geschafft: Die Kicker aus der Heimatstadt meines Vaters hatten das Hinspiel 0:2 verloren, der Einzug in die Gruppenphase der Champions-League war höchst fraglich. Nun aber siegten die Schotten vor 60 000 Zuschauern im Celtic Park dank eines Treffers in der 92. Minute 3:0. Seither ist Torschütze James Forrest einer meiner Helden in Grün-Weiss.

Mea Mc Ghee