Freilaufende Hunde im Wald ?

Gemäss dem neuen Hundegesetz von Appenzell A. Rh. soll es zukünftig erlaubt sein, die Hunde im Wald frei laufen zu lassen. Jeder Hundehalter weiss aber, dass ein bestens erzogener Hund unter Umständen nicht zurückkommt, wenn er etwas in der Nase hat.

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Gemäss dem neuen Hundegesetz von Appenzell A. Rh. soll es zukünftig erlaubt sein, die Hunde im Wald frei laufen zu lassen. Jeder Hundehalter weiss aber, dass ein bestens erzogener Hund unter Umständen nicht zurückkommt, wenn er etwas in der Nase hat. Hunde haben einen Urinstinkt und einen natürlichen Jagdtrieb, sie verfolgen ihre Fährte bis zum Ziel. Wie mag es wohl unseren Wildtieren, vor allem den Jungtieren, ergehen, wenn plötzlich ein Hund daherrennt? Die Tiere im Wald leiden heute schon unter dem ganzen Druck der Freizeit-gesellschaft.

Mit seinem Hund bis an den Waldrand fahren ist bequem, dann kann er seinen Bewegungsdrang ausleben und auch gleich im Wald sein Geschäft erledigen. Die Waldarbeiter werden sich darüber freuen! Es braucht weniger Hundesäckli, und die Robidogs müssen auch weniger geleert werden! Braucht es aber dann noch die Wildruhezonen? Sie sind mit grossem zeitlichem und finanziellem Aufwand ausgeschieden worden, sie werden wohl an Bedeutung verlieren, da ein Hund diese Grenzen nicht kennt. Was mich erstaunt: dass es zu diesem Thema bis heute von keiner Seite Reaktionen zu lesen gab. Ich bin überzeugt, dass wir Hundehalter – wir gehören auch dazu – die Spaziergänge im Wald auch mit dem Hund an der Leine geniessen können, zum Schutz unserer Wildtiere. Sie haben ein Recht, möglichst ungestört zu leben!

Beth Baumann, Hintere Risi 395 9103 Schwellbrunn

Der Brühlhof ist schützenswert

«Für mich ist der Brühlhof in keiner Weise schützenswert und nicht viel mehr als eines von vielen alten Gebäuden in unserer Gemeinde», schreibt Daniel Rechsteiner in seinem Leserbrief. Der angeblich schützenswerte Baum sei «von fremder Spezies», ein «Fremdkörper». Und Leserbriefautorin Emmy Zürcher hält den Brühlhof für ein «kostspieliges, verwahrlostes Objekt». – «Warum hängen wir immer am Alten und sind nicht offen für Neues?», fragt Emmy Zürcher.

Ich war vor vielen Jahren mehrfach Gast im Brühlhof. Ein wunderbares Gebäude! Sehr gut erhalten! Ein Fabrikantenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Der etwas versteckt liegende Brühlhof repräsentiert für mich eine Zeit, in der Appenzell Ausserrhoden zur handwerklichen und industriellen Avantgarde zählte, offen für Neues und Fremdes war und sich bald auch aufmachte, die politischen Fesseln des alten Regimes abzuschütteln.

Man kann, falls man es als nötig für die Entwicklung eines Dorfes erachtet, auch ein solches Gebäude abbrechen. Aber man muss wissen, was man tut. Und man sollte sehr genau fragen, weshalb es nötig ist. Gute Architektur und gute Investitionen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie «neu» sind und Altes plattwalzen, sondern indem sie das Neue aus dem Vorhandenen entwickeln. Das Migros-Projekt könnte irgendwo stehen. Der Brühlhof ist ein Teil der Geschichte Herisaus und Ausserrhodens.

Hanspeter Spörri, Stein 988 9053 Teufen

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