Freie Sicht aufs Gemeindehaus

HERISAU. Das Gemeindehaus Herisau wirkt nach der Aussensanierung aufgefrischt und ist sichtbarer geworden. Die Renovationsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss – Budget und Zeitplan wurden eingehalten.

Michael Genova
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Aufgeräumter Vorplatz: Die vier Parkplätze vor dem Gemeindehaus wurden aufgehoben. (Bild: mge)

Aufgeräumter Vorplatz: Die vier Parkplätze vor dem Gemeindehaus wurden aufgehoben. (Bild: mge)

Dieser Tage kann man beobachten, wie Passanten auf der Poststrasse stehen bleiben und mit ihren Smartphones das Gemeindehaus fotografieren. Das frischrenovierte Gebäude scheint zu gefallen. Die Sanierungsarbeiten sind zum grössten Teil abgeschlossen. Die Fassade wurde bereits Ende letzten Jahres erneuert. Während der Sommermonate erneuerten Handwerker den Aussenbereich, brachen die alte Eingangstreppe ab und ersetzten sie durch eine behindertengerechte Rampe.

Die städtische Seite von Herisau

Der Neurenaissance-Bau aus dem Jahre 1878 hat von der Verjüngungskur sichtlich profitiert. Er wirkt aufgefrischt und strahlt eine vornehme Eleganz aus. Das Gemeindehaus steht für die städtische Seite von Herisau. Durch die Auflösung der vier Parkplätze wurde der Blick frei auf das Gebäude. Zusammen mit dem aufgeräumten Vorplatz wird das Gemeindehaus nun insgesamt stattlicher. Die vier neuen Strassenlaternen setzen zudem einen modernen Akzent.

«Wir haben die Arbeiten fast abgeschlossen», sagt René Schoch, Bereichsleiter Bauten und Projekte bei der Gemeinde. Wenige Details fehlen noch. Zum Beispiel sind die zwei neuen Bäume vor dem Gebäude noch nicht gepflanzt. Bislang war es dafür einfach zu heiss. Die alten Bäume mussten gefällt werden, weil deren Wurzelwerk zu hoch lag und ihnen der Platz für ein weiteres Wachstum fehlte. Rechts vom Gemeindehaus müssen die Parkbänke noch montiert werden, und der Hintereingang soll durch ein kleines Vordach geschützt werden.

Kredit von 1,75 Millionen

Laut René Schoch verliefen die Sanierungsarbeiten nach Plan. Die definitive Bauabrechnung stehe zwar noch aus, es sei aber zu erwarten, dass die Kosten eingehalten wurden, so Schoch. Für die Renovation hatte der Gemeinderat einen Kredit von 1,75 Millionen Franken bewilligt. Vor der Sanierung befanden sich die Fassadenelemente in einem schlechten Zustand. Der Verputz bröckelte, und die Isolierung der 30 Jahre alten Fenster war unzureichend.