Frei und Weishaupt involviert?

«Ausmisten müssen andere» Ausgabe vom 15. November 2014

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Die Honorierung der SVAR-Verwaltungsräte erregt die Gemüter. (Bild: apz)

Die Honorierung der SVAR-Verwaltungsräte erregt die Gemüter. (Bild: apz)

Es ist wichtig, dass das einfache Volk von der Honorar-Misere und den Machenschaften des Spitalverbunds-Verwaltungsrates erfährt. Interessant finde ich das Ausbleiben einer Stellungnahme unseres so viel gerühmten Finanzdirektors Köbi Frei und des für das Gesundheitswesen zuständigen Matthias Weishaupt. Sind die beiden Herren eventuell auch in die Angelegenheit involviert? Die aufgedeckte Misere beweist, dass es nicht nur in der Chemiebranche und bei den Banken Abzocker gibt, sondern dass diese auch in Mandaten der öffentlichen Verwaltung zu finden sind.

Werner Heer,

Rotenwies 59,

9056 Gais

Schliessung der Poststelle in Schönengrund-Wald

Kürzlich wurden die Einwohnerinnen und Einwohner von Schönengrund-Wald wegen der bevorstehenden Schliessung der Poststelle 9105 Schönengrund mit einem Flugblatt der Post beglückt. Auf dem Blatt steht doch tatsächlich und wörtlich: «Mit der neuen Lösung können Sie Ihre Postgeschäfte weiterhin in der Nähe erledigen…» und «Einfach, praktisch, gut». Das ist doch ein Witz! Passt aber wunderbar zum heutigen Trend, unangenehme Sachen so verklausuliert zu umschreiben, dass die tatsächliche Situation ins positive verdreht wird. Warum kann man denn nicht einfach und ehrlich schreiben: «Mangels Umsatz wird die Poststelle Schönengrund-Wald mit dem freundlichen und kompetenten Personal geschlossen. Stattdessen wird in der Landi ein Automat stehen!»

Wer das Flugblatt dann aber bis zum Ende durchgelesen hat, dem wurde wohl klar, weshalb eine einfache und klare Information nicht möglich gewesen war. Offenbar als Autoren werden doch tatsächlich insgesamt drei Leiter von irgendetwas bei der Post aufgeführt. Da zeichnen ein «Leiter Verkaufsgebiet SG-AR», ein «Leiter Poststellengebiet Appenzellerland» und last but not least ein «Leiter Betrieb, Poststellengebiet Appenzellerland». Damit drängt sich unmittelbar die Frage auf, ob unsere Poststelle etwa wegen der vielen Leiter nicht mehr rentiert hatte. Wenn man sich vorstellt, wie viele solche Leiter es bis «ganz oben» noch gibt, und an deren exorbitante Löhne denkt, so erscheint ein solcher Gedanke zumindest nicht mehr ganz abwegig.

Ins gleiche Kapitel gehört auch die unangenehme Situation (auf den wenigen noch geöffneten Poststellen), wo man sich zwischen sehr vielen wartenden Leuten wie auf einem orientalischen Basar durch allerhand Waren und Ausstellungsständer durchkämpfen muss, bis man nur schon den Schalter findet. Dort muss einem das geplagte Personal dann zuerst noch irgendwelche Sachen aufschwatzen. Himmel! Auf der Post will ich doch ein Postgeschäft abschliessen und nicht Handys, Zahnpaste, Staubsauger oder Bratpfannen kaufen! Man darf also gespannt sein, was den vielen «Leitern» bei der Post noch alles einfällt. Vielleicht haben die gar vergessen, was eigentlich ihr Kerngeschäft ist? Zudem: Wenn es immer weniger «Indianer» an der Front gibt, so braucht es doch auch weniger «Häuptlinge»? Nach meiner Logik müssten deshalb bei jeder weiteren Schliessung einer Poststelle auch die vielen Leiter zurückgefahren werden und auch deren Löhne – vor allem bis ganz oben – entsprechend reduziert werden. Wenn ein Dienstleistungsbetrieb seine Dienstleistungen so massiv zurückfährt, dann ist das doch ganz klar. Oder?

Bruno Hauser, Chäserenstrasse, 9105 Schönengrund

Naturpark gleich Steuergeschenke?

Die Befürworter des Naturparks Neckertal heben immer wieder die zu erwartende positive Entwicklung in einem Naturpark hervor. Unter einer positiven Entwicklung wird ja wohl auch eine positive Entwicklung der Steuerbelastung des einzelnen Bürgers zu verstehen sein. Was gibt es da Einfacheres, als die Entwicklung der Steuerfüsse im Naturpark Unesco Biosphäre Entlebuch, der seit 2008 besteht, zu betrachten. Auf der Internetseite des Kantons Luzern findet man die nötigen Angaben. In fünf von sieben Parkgemeinden wurden die Steuern seit 2010 um bis zu 10% angehoben, bei zwei blieben sie konstant. An den Park angrenzende Gemeinden konnten ihre Steuerbelastung teilweise senken, eine um fast 10%. Das Fazit aus dieser Betrachtung ist: Nach der ersten Euphorie kam die Ernüchterung. Nun, liebe Stimmbürger, können Sie getrost ein Nein zum Naturpark in die Urne legen, denn hier gilt nicht einmal «Nötzt's nünt, schad's nünt», sondern eher «Nötzt's nünt, choschtet's no».

Hans Meier, Oberbadstrasse 14, 9633 Hemberg

Die Honorierung der SVAR-Verwaltungsräte erregt die Gemüter. (Bild: apz)

Die Honorierung der SVAR-Verwaltungsräte erregt die Gemüter. (Bild: apz)