Frauenfussball
Klares Cup-Aus für Bühler und Appenzell: Zweimal 1:7 gegen Super-Ligistinnen

Keine Überraschung in den Cup-Sechzehntelfinals: Appenzells Flutlicht-Regelung ist gegen den FC Basel nie in Gefahr. Bühler ist gegen Aarau ebenfalls chancenlos. Im Cup-Fernduell der Teams aus dem Appenzellerland fallen einige Parallelen auf.

Lukas Pfiffner
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Die Baslerin Sonja Merazguia (links) und die Appenzellerin Brigitte Koster erwarten den Ball.

Die Baslerin Sonja Merazguia (links) und die Appenzellerin Brigitte Koster erwarten den Ball.

Bild: PF

«Hauet das Ding ine!» Das, was Basels Trainerin Danique Stein in Appenzell wiederholt ins Feld ruft, ist am Samstag lange Programm in den Cup-Sechzehntelfinals zwischen den Erstligistinnen aus dem Appenzellerland und den Gästen aus der Axa Women's Super League. Je sieben Tore gelingen dem FC Basel bei den Innerrhoderinnen und dem FC Aarau beim FC Bühler.

Rasch zeichnet sich ab, dass die Appenzeller Flutlicht-Regelung des Ausschaltens um 22.15 Uhr an diesem Abend nicht durch eine allfällige Verlängerung gefährdet ist. Schon in der ersten Minute wird Basels Nummer 20 als Torschützin ausgerufen. Alayah Pilgrim trifft noch drei weitere Male.

«Ich hab’s auf dem Film»

Die Unterschiede auf dem Rasen sind wesentlich grösser als jene im Klub-Wappen. Schriftzüge und Formen der Logos ähneln sich sehr, sieht man von den Farben ab. Basel hinterlässt einen starken Eindruck, besitzt im Mittelfeld deutlich die Oberhand und sucht lange entschlossen den Abschluss.

Die Gäste haben ebenso mit Weitschüssen Erfolg wie mit raschen Vorstössen. Den stimmungsmässigen Höhepunkt für Appenzell bringt die 55. Minute. «Ich hab’s auf dem Film!», tönt es von der Innerrhoder Bank. Gemeint ist das sehenswerte Weitschusstor von Adriana Hörler zum zwischenzeitlichen 1:4.

Doppelter Nutzen

Im Gegensatz zu Meisterschaftsspielen der 1. Liga sind Schiedsrichterassistenten im Einsatz. Was doppelt positive Auswirkungen hat. Erstens werden die Baslerinnen immer wieder aus Offsideposition zurückgepfiffen. Zweitens hat es ein Appenzeller Jugendlicher einem Linienrichter zu verdanken, dass er sein Handy wieder besitzt.

Die Resultate der übrigen Appenzeller Mannschaften

Die Mehrheit der Teams aus dem Appenzellerland war am Olma-Wochenende spielfrei. Im Heimspiel der 3. Liga schiesst Appenzell gegen die zweite Mannschaft von Rorschach-Goldach schon vor der Pause vier Tore und gewinnt 5:1. In der 4. Liga liegt Speicher nach dem 4:3 zu Hause gegen St.Otmar auf dem dritten Platz. Zweitligist Herisau empfängt am Mittwoch auf dem Ebnet Abtwil. Teufen spielt in der 3. Liga am Dienstag auswärts gegen Rorschacherberg. (pf.)

Der findet es in der Pause (Stand 0:4) am Spielfeldrand und übergibt es dem Speaker. «Wir haben uns gut verkauft. Basel war meiner Meinung nach deutlich besser als GC beim 1:3 im Frühling», sagt Appenzells Trainer Juan Isler. Dass das Resultat nicht noch höher ausfällt, hat einerseits mit dem Nachlassen der Basler Konzentration zu tun, anderseits mit bemerkenswerten Paraden von Goalie Anna Frei.

Eine Fünffachschützin

Auch der Erfolg Aaraus in Bühler ist ungefährdet. Es führt in der Halbzeit nur 2:0, weil die Gastgeberinnen ausgezeichnet verteidigen. Die Aarauerinnen setzen sich dann deutlich ab, stellen in Sonja Giraud eine fünffache Torschützin. Sie war einst deutsche Jugendnationalspielerin und in den USA sowie Schweden aktiv. Die Nationaltorhüterin in Aaraus Farben, Seraina Friedli, verbringt den Abend auf der Ersatzbank. Ihre Stellvertreterin Michèle Estermann wird zweimal bezwungen: Selina Ramellis Freude wird allerdings von einem Offsidepfiff gebremst, dafür trifft Simone Scherrer nach 84 Minuten zum 1:7. Seine Mannschaft habe besonders in der ersten Halbzeit einen guten Auftritt gehabt, meint Trainer Antonio Romano.

Die Frauen aus Bühler durften dafür Komplimente von Gästetrainer Selver Hodzic entgegennehmen. Am nächsten Samstag treffen Basel und Aarau im Meisterschaftsspiel der Women's Super League aufeinander. Gleiches gilt für Bühler und Appenzell in der 1. Liga – aber erst in einem Monat.

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