Frauenfeld-Wil-Bahn und Appenzeller Bahnen planen Fusion

Eine Fusion zwischen der Frauenfeld-Wil-Bahn und der Appenzeller Bahnen wird derzeit geprüft. Fallen diese Vorpüfungen positiv aus, werden die Verwaltungsräte den Generalversammlungen vom Juni 2021 den Zusammenschluss beantragen.

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Ein «Walzer» der Appenzeller Bahnen. Die Züge sind erst seit Kurzem im Einsatz.

Ein «Walzer» der Appenzeller Bahnen. Die Züge sind erst seit Kurzem im Einsatz.

Bild: PD

(pd/zys) Die Verwaltungsräte der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) und der Appenzeller Bahnen (AB) haben gemäss einer Mitteilung entschieden, die Fusion der beiden Bahnen näher zu prüfen. Ziel ist, bis Ende Jahr die Grundlagen für einen Entscheid auszuarbeiten. 

Ein Zug der Frauenfeld-Wil-Bahn.

Ein Zug der Frauenfeld-Wil-Bahn. 

Bild: PD

Die beiden regional stark verankerten Meterspurbahnen arbeiten seit 2003 eng zusammen. Die AB führen in einem Mandatsauftrag die Geschäfte für die FWB. Analysen hätten gezeigt, dass mit einem rechtlichen Zusammengehen weitere Vereinfachungen umgesetzt und Optimierungen erreicht werden können. Eine Fusion führe auch zur Reduktion von Geschäftsrisiken, welchen die beiden Bahnen ausgesetzt sind, sind die beiden Unternehmensleitungen überzeugt.

Finanzielle Entlastung wird erwartet

Bei der FWB sind die strategischen Schritte in der Infrastruktur und bei der Fahrzeugflotte weitgehend umgesetzt oder die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Der Handlungsspielraum in den Bereichen Angebot, Vertrieb, Tarif und Sortiment sei bei beiden Bahnen beschränkt, teilen die Unternehmen in ihrem Schreiben weiter mit. Parallele Strukturen seien in der Weiterentwicklung des Kerngeschäftes jedoch nicht mehr zeitgerecht. Mit einem Zusammenschluss würden die Leistungen für die öffentliche Hand vorteilhafter erbracht, was letztlich zu einer finanziellen Entlastung und zu administrativen Vereinfachungen führen dürfte.

Abstimmung über Zusammenschluss erfolgt im Juni 2021

Bis im Herbst wollen die beiden Bahnen die Grundlagen für die Fusion ausarbeiten und die strategischen Fragen klären. Ziel ist dabei die Beibehaltung der Marken und des Erscheinungsbildes der FWB sowie eine Thurgauer Vertretung in den künftigen Gremien. Falls diese Vorprüfungen positiv ausfallen, werden die Verwaltungsräte den Generalversammlungen von FWB und AB vom Juni 2021 die Fusion beantragen.

Die Haupteigner beider Bahnen sind der Bund (AB und FWB), die Kantone Appenzell Innerrhoden (AB), Appenzell Ausserrhoden (AB), St.Gallen (AB und FWB) und Thurgau (FWB), die Städte St.Gallen (AB), Wil (FWB) und Frauenfeld (FWB) sowie zahlreiche Gemeinden und Bezirke. Ein sehr geringer Teil der Aktien ist im Besitz von Privataktionärinnen und -aktionären.