Frauen in der Armee

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Sollte sich eine junge Frau aus dem Toggenburg dafür entscheiden, der Schweizer Armee beizutreten, durchläuft sie am Rekrutierungstag in Mels dasselbe Prüfungsverfahren wie die männlichen Kollegen. Auch beim Sporttest gibt es keine auf die Frau zugeschnittene Punkteskala.

Einen wesentlichen Unterschied zur Rekrutierung der Männer gibt es aber. Wird eine Frau am Ende des Tages als diensttauglich eingestuft, erfährt sie, welche Funktion sie während der Rekrutenschule bekleiden wird. An dieser Stelle kann sie entscheiden, ob sie weitermachen möchte oder nicht. Für die Einteilung der Funktionen sind vier Faktoren massgeblich. Man hat als diensttaugliche Frau, respektive als diensttauglicher Mann, drei Wünsche, die man anbringen darf. Weiter spielt der erlernte Beruf eine wesentliche Rolle. Ausserdem sind der Bedarf der Armee und die Leistung der jungen Leute am Rekrutierungstag massgeblich.

Entscheidet sich die Frau dafür, die zugewiesene Funktion auszuführen und stimmt somit der Teilnahme an der RS zu, stehen ihr dieselben Möglichkeiten offen wie den Männern. Sie kann bei entsprechender Eignung alle Funktionen übernehmen und alle Grade erreichen. Es gilt der Grundsatz «gleiche Leistung – gleiche Chancen». Sollte eine Frau während ihrer Dienstpflicht Mutter werden und ihre WKs deshalb nicht besuchen können, bezahlt sie – im Unterschied zu den Männern – keinen Wehrpflichtersatz. Ausserdem ist ihre Dienstpflicht mit 30 Jahren beendet, auch wenn noch WK-Tage offen sein sollten. (masi)

Informationen im Internet

www.vtg.admin.ch