Frau Landammann an den Schalthebeln

Läuft alles nach Plan, so wird das neue Wohnheim Sonne in Rehetobel der Stiftung Waldheim in zwei Jahren bezugsbereit sein. Gestern nahm der Bau des Hauses nach Minergiestandard seinen offiziellen Anfang.

Ueli Abt
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Symbolischer Auftakt: Frau Landammann Marianne Koller-Bohl bediente gestern den Bagger. (Bild: ua)

Symbolischer Auftakt: Frau Landammann Marianne Koller-Bohl bediente gestern den Bagger. (Bild: ua)

REHETOBEL. Von Politikern sagt man zuweilen, sie sässen «an den Schalthebeln der Macht». Der Umgang mit den Steuerhebeln eines Baggers schien jedenfalls Frau Landammann Marianne Koller-Bohl, Stiftungsratspräsident (und alt Nationalrat) Hans-Rudolf Früh sowie Gemeindepräsident Ueli Graf intuitiv zu gelingen. An der gestrigen Spatenstichzeremonie für den Neubau des Wohnheims Sonne in Rehetobel hatte Koller-Bohl darauf hingewiesen, dass sie am Anlass nicht nur den Hut der Stiftungsrätin trage, sondern auch jenen der Volkswirtschaftsdirektorin. Der Entscheid der Stiftung Waldheim, 30 Millionen Franken in einen Neubau zu investieren, sei denn auch von volkswirtschaftlicher Bedeutung, hier entstehe die grösste Baustelle des Kantons. Sie hoffe nun auf eine unfallfreie Bauphase, auf Termin- und Kosteneinhaltung.

Gemäss Plan soll das neue Heim für 64 Menschen mit Behinderung in zwei Jahren bezugsbereit sein. Eine provisorische, asphaltierte Zufahrt besteht schon seit vergangenem Jahr, das bestehende Gebäude ist mittlerweile «rückgebaut», wie es in der Fachsprache heisst.

Eine offene Kommunikation habe massgeblich dazu beigetragen, dass der Ersatz des sanierungsbedürftigen Hauses aus den 80er-Jahren politisch möglich geworden war, blickte Stiftungsratspräsident Früh in seiner Rede zurück. Weiter brachte Gemeindepräsident Graf seine Freude zum Ausdruck, dass sich die Stiftung mit dem Bauprojekt klar zum Standort Rehetobel bekenne.

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