Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Französisch lernen mal anders: Schwellbrunner Schulklasse verbringt Woche mit Schülern aus dem Jura

Diese Woche hat eine Schwellbrunner Schulklasse Besuch aus Les Bois. Die Kinder aus dem Jura verbringen eine Austauschwoche im Appenzellerland. So sollen West- und Ostschweizer voneinander profitieren.
Yann Lengacher
Ausserrhoder und jurassische Kinder erhalten vor einer gemeinsamen Wanderung Anweisungen durch eine Lehrperson. (Bild: Yann Lengacher)

Ausserrhoder und jurassische Kinder erhalten vor einer gemeinsamen Wanderung Anweisungen durch eine Lehrperson. (Bild: Yann Lengacher)

«Salut, ça va?», tönt es melodisch über den Pausenplatz des Schulhauses Sommertal in Schwellbrunn. Der Gesang kommt aus rund 30 Kindermündern. Es sind aber nicht nur junge Schwellbrunner, die das Lied aus dem Französischunterricht singen. Unter die hiesigen Schülerinnen und Schüler mischen sich auch solche aus der jurassischen Gemeinde Les Bois.

Im Rahmen des Pilotprojekts «JurAR» tauschen die Fünftklässler für eine Woche die Hügel des Jura gegen diejenigen des Appenzellerlands. «Ziel des Projektes ist es, den Austausch unter den Kindern und den Kulturen zu fördern und eine neue Art des Französischunterrichts zu testen», sagt Anna-Tina Steiner. Sie ist die operative Leiterin des Projekts, welches das Ausserrhoder Amt für Volksschule und Sport initiiert hat. Die Schüler aus Schwellbrunn bilden eine von sechs am Projekt beteiligten Ausserrhoder Klassen. Sie verfolgen in der Austauschwoche ein Programm mit ihren neuen Bekanntschaften aus der Westschweiz.

Gemeinsame Wanderung mit Aufgaben

Die Jurassier kommen in dieser Woche nicht etwa in einem Lagerhaus unter. Alleine oder idealerweise mit einem Klassenkollegen nächtigen sie bei einem Schwellbrunner Schüler. So sollen die Kinder auch abends miteinander kommunizieren. Im Mai wird erneut eine solche Woche stattfinden. Mit dem Unterschied, dass die Schwellbrunner Klasse dann den Jura besuchen.

Nach dem Singen stand eine Wanderung auf dem Programm. Vor dem Abmarsch blieben Jurassier und Appenzeller lieber noch unter sich. Für den Marsch teilten die Lehrpersonen Ost- und Westschweizer bewusst in gemischte Grüppchen ein. Die Schüler erfahren bei einem Input nicht nur, neben wem sie abmarschieren werden, sondern erhalten auf Deutsch auch Instruktionen zu Aufgaben, denen sie unterwegs begegnen werden. Bevor für die Jurassier übersetzt wird, möchte deren Lehrerin Florence Apaza wissen, ob jemand verstanden hat, worum es geht. Ein Mädchen gibt die richtige Antwort.

Es soll nicht beim Pilotversuch bleiben

Während der Pilotphase wird das Projekt finanziell hauptsächlich von den Kantonen Jura und Appenzell Ausserrhoden sowie verschiedenen Stiftungen getragen. Die Abteilung Volksschule ist mit dem bisherigen Verlauf des Projekts sehr zufrieden. Zur Austauschwoche, die letztes Jahr erstmals stattgefunden hat, habe Steiner von Eltern und Lehrpersonen positive Rückmeldungen erhalten. Zudem stellt sie eine erhöhte Motivation fürs Französischlernen bei den Kindern fest. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Projekt nach der Pilotphase fortführen», sagt sie.

Auch die Jurassier hätten positive Erfahrungen gemacht. «Als feststand, dass es zum Kontakt mit anderen Schülern kommt, wollten meine plötzlich wissen, was dieses oder jenes Wort auf Deutsch heisst», sagt Apaza. Gefragt, ob es ihnen im Appenzellerland gefällt, antworten die Westschweizer Kinder mit einem scheuen «Oui». Und eine Schülerin ist beeindruckt, «weil die Berge hier noch höher sind».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.