Forstwart, ein neuer Beruf

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

3. Februar: Wattwil. Viel Unglück in ein und derselben Woche ist einem Knecht einer hiesigen Fuhrhalterei widerfahren. Am Dienstag abend geriet an der Wies ein älterer Mann, der von der Arbeit aus der Fabrik kam, unter sein Fuhrwerk. In bewusstlosem Zustande wurde dieser in das nächste Haus getragen; seine Verletzungen erwiesen sich indessen als nicht gefährlich. Am Freitag war der unglückliche Knecht im Ulisbach beim Laden von schweren Sandsteinen beschäftigt, als diese ins Rutschen gerieten und auf den Körper des jungen Mannes fielen. Der Verunfallte erlitt arge Quetschungen namentlich am Unterschenkel und wurde, da das Krankenhaus gegenwärtig voll besetzt ist und sein Zustand nicht lebensgefährlich war, in der Wohnung des Dienstherrn verbracht.

Vor 50 Jahren

1. Februar: Oberes Toggenburg. Der Bau einer eigenen katholischen Sekundarschule ist gegenwärtig in der Gemeinde Alt St. Johann Gegenstand einer heftigen Kontroverse. Bislang begaben sich die Sekundarschüler von Alt St. Johann in die evang. Sekundarschule in Wildhaus. Die Katholiken von Alt St. Johann und des Weilers Stein drängen nun darauf, eine eigene Sekundarschule führen zu können. Die Angelegenheit wird vom st. gallischen Erziehungsrat geprüft. Das letzte Wort hat allerdings der Regierungsrat.

3. Februar: Mittleres Toggenburg. Die Arbeit im Walde hat sich in den letzten Jahren ganz wesentlich verändert. Durch die Mechanisierung der Waldarbeit sowie die Intensivierung der Waldpflege und der Walderschliessung hat sich der Aufgabenbereich des Waldarbeiters stark erweitert. Es drängt sich daher immer mehr eine gründliche Ausbildung auf. Schon seit einigen Jahren haben mehrere Kantone, darunter auch St. Gallen, mit der Ausbildung von Waldarbeiter-Lehrlingen begonnen. Ein neuer Beruf ist entstanden, der Beruf des Forstwartes.

Vor 20 Jahren

1. Februar: Wildhaus. Im «Eisbärstübli» wurde die Generalversammlung der Sportanlagen Wildhaus AG abgehalten. Das vom Verwaltungsrat erarbeitete Sanierungsprogramm führte zu einigen Voten seitens der Aktionäre. Bis ins Jahr 2000 sollen 701 000 Franken investiert werden, um Dach, Fassaden und insbesondere die Bereiche Energie und Wasserverbrauch umfassend zu sanieren. Ein Aktionär meinte, eine Expertise von Fachleuten sei in Erwägung zu ziehen. Seitens des VR wurde betont, dass es sich hierbei um dringend notwendige Sanierungen handle. Das Sanierungsprogramm fand die Zustimmung der Generalversammlung.

Vor 10 Jahren

5. Februar. Toggenburg. Nach dem Nein zum Zukunftsfonds haben die Toggenburger Kantonsräte Felix Brander, Markus Hobi und Andreas Widmer und die Mitunterzeichner Stephan Bärlocher und Christoph Häne eine Motion mit dem Titel «Strukturverbesserung im Kanton St. Gallen» eingereicht mit dem Zweck, das Gesetz so anzupassen, dass mit dem brachliegenden Geld die Toggenburger Umfahrungsstrassen von Wattwil und Bütschwil vorfinanziert werden können. Die Regierung zeigt dafür kein Verständnis und wird dem Kantonsrat empfehlen darauf nicht einzutreten. Er begründet die Ablehnung mit verschiedenen Argumenten.

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