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Neue Joghurtfabrik: Forster investiert 32 Millionen in Herisau

Nach fünf Jahren Planung ist der Spatenstich zur neuen Produktionsanlage der Molkerei Forster erfolgt. Das Unternehmen schafft zwölf neue Stellen. Der Neubau soll 2021 bezugsbereit sein.
Philipp Wolf
Im Hölzli entsteht in den nächsten zwei Jahren die neue Produktionsstätte der Molkerei Forster. (Bild: Philipp Wolf)

Im Hölzli entsteht in den nächsten zwei Jahren die neue Produktionsstätte der Molkerei Forster. (Bild: Philipp Wolf)

Es ist ein Generationenprojekt, das die Molkerei Forster AG im Hölzli in Angriff nimmt. Das betonte Verwaltungsratspräsident Markus Forster am Donnerstag immer wieder. Man wolle den Kindern mit der neuen Produktionsstätte etwas Gutes hinterlassen. Nach fünf Jahren Planung erfolgte gestern nun der Spatenstich zu diesem grossen Unterfangen. Nun wird es – wenn alles nach Plan läuft – noch rund zwei Jahre dauern, bis am neuen Standort Milch angeliefert und Joghurt produziert wird.

Für die Molkerei ist es höchste Zeit für einen Wegzug vom Standort Untere Fabrik. Längst stösst das Unternehmen dort an logistische Grenzen. «Schon jetzt könnten wir viel mehr Umsatz machen», sagt Forster. Gewisse Produkte könnten jedoch nicht mehr im gewünschten Umfang angeboten werden, weil die jetzige Anlage schlicht zu klein sei.

25 Jahre lang als Mieter im Neubau

Als Investor für das Bauprojekt das 32 Millionen Franken kosten wird, holte die Molkerei die Anlagestiftung DAI ins Boot. «Diese Art von Finanzierung gibt uns Sicherheit», sagt Forster. So könne das Eigenkapital weiterhin für die Produktion aufgewendet werden.
Ist der Neubau 2021 einmal fertig, wird Forsters Molkerei nicht als Eigentümer, sondern als Mieter einziehen. Erst in 25 Jahren, 2046, wird das Unternehmen das Gebäude kaufen. Sollten die Umstände einen Kauf dann nicht zulassen, könnte die Molkerei auch noch weitere Jahre Mieter bleiben.

Bis dahin ist es ohnehin noch ein weiter Weg und Forsters konkrete Planung beschränkt sich in erster Linie auf die Zeit bis zum Umzug und die ersten Jahre danach. Bis 2021 gehe es vor allem darum, das Wachstum der Zusammenarbeit mit Lidl und Spar abzudecken, so Forster. Sobald man am neuen Standort produziere, werde man sich weiteren Wachstumsmöglichkeiten zuwenden.

Die Molkerei Forster verzeichnet derzeit einen Marktanteil von rund 5 Prozent, Grossabnehmer wie beispielsweise Coop oder Migros werden noch nicht beliefert. Produziert die Molkerei erst einmal im Hölzli, sollen diese schrittweise angepeilt werden. Dabei kommt Forster wieder auf den weiten Zeithorizont zu sprechen: «Der Bau wird so gross, dass er in 25 Jahren noch gross genug ist. Und weiter müssen wir nicht wachsen. Irgendwo hat es Grenzen.»

Ökologie hoch gewichtet in Firmenphilosophie

Das angesprochene bevorstehende Wachstum wird auch neue Arbeitsplätze mit sich bringen. In einer ersten Phase nach der Inbetriebnahme der neuen Anlage würden vier bis fünf neue Stellen geschaffen, so Forster. Schliesslich sollen bis in fünf Jahren zu den 28 Mitarbeitern von heute zehn bis zwölf dazukommen.

Neben der Stellenaufstockung werde der Betrieb gleichzeitig weiter automatisiert, was eine zusätzliche Steigerung der Produktion und der Effizienz zur Folge haben werde, sagt Forster.
Der Umzug in die neue Produktionsstätte wird auch der Natur zugutekommen. Ab 2021 wird die Milch wieder in Karton anstelle von Plastik abgefüllt. Zudem werden Dach und Fassade der neuen Anlage mit Solarzellen bestückt. So werde die Molkerei in der Lage sein, einen Drittel des Eigenbedarfs an Strom selbst zu decken, sagt Forster.

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