Forrer gewinnt hinter Pferd auf Ski

SKIJÖRING. Als Mountainbiker wirkte Schwingerkönig Nöldi Forrer nicht immer sattelfest. Nun wagte er sich bei den Pferderennen auf dem gefrorenen Obersee in Arosa als Skijöring-Fahrer an den Start.

Urs Huwyler
Drucken
Teilen
Die Entscheidung: Nöldi Forrer (ganz rechts) zieht auf der Innenbahn an Thomas Bickel (gelb) und Tobias Hollenstein (links aussen) vorbei. (Bild: Urs Huwyler)

Die Entscheidung: Nöldi Forrer (ganz rechts) zieht auf der Innenbahn an Thomas Bickel (gelb) und Tobias Hollenstein (links aussen) vorbei. (Bild: Urs Huwyler)

Das zu eng geschnittene Renntrikot musste sich Nöldi Forrer locker um den Hals hängen, weil sein XXL-Oberkörper nicht dem Idealbild eines XS-Jockeys oder dem eines Skijöring-Fahrers entspricht. Taktisch geschickt, liess sich Nöldi Forrer dann das schnellste Pferd zulosen.

Sieg trotz Materialfehler

Nöldi Forrer drängte ohne extrem ausgefahrene Ellbogen auf die Innenbahn und gewann das Rennen trotz eines Materialdefekts (Bügel auf einer Seite gerissen) vor Ex-Fussballer Thomas Bickel und dem bikenden Micarna Goodwill-Teamkollegen Tobias Hollenstein (Mühlrüti). OL-Weltmeister Daniel Hubmann verfuhr sich auf dem Oval als Mitfavorit zwar nicht, vermochte als Fünfter jedoch nicht in die Entscheidung einzugreifen.

Expedition zum Kilimandscharo

Nöldi Forrer reist am Samstag mit dem Appenzeller Eidgenossen Michael Bless nach Kenia und nimmt an einer Expedition auf den Kilimandscharo (Nordosten von Tansania) teil. Auf dem höchsten Berg des afrikanischen Kontinents werden die beiden Bösen in Zwilchhosen zusammen greifen und versuchen sich damit ins Guinnessbuch der Rekorde zu schwingen. Sägemehl-Höhenflüge erlebte der polysportive Skifreak schon verschiedentlich, aber nie auf 5895 Metern über Meer - vorausgesetzt, die beiden Schwergewichte schaffen es bis ganz nach oben.

Aktuelle Nachrichten