Förderung der Volksverständigung

BÄCHLI/HEMBERG. 22 junge Erwachsene aus der ganzen Welt legen mit Mountainbikes rund 500 Kilometer in der Nordostschweiz zurück. Organisiert wird diese Tour zum 18. Mal von Mitgliedern der Rotary Clubs des Districts 2000. Vergangenen Samstag fuhren sie durchs Toggenburg.

Christiana Sutter
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Verantwortliche der Swiss Bike Tour 2014: (hinten) Hanspeter Bär, Guide und Finanzchef; Markus Wyss, Logistik; Esther Akers, Managerin der Bike Tour; Stephan Akers, Guide; Charles Mc Combie, Guide und Mitorganisator; (vorne) Adrian Bär, Verantwortlicher Sonntagsprogramm im Neckertal; Walter Egloff, Guide und Administration; Oliver Angélil, Guide; Dino Bobovec, Guide. (Bilder: Christiana Sutter)

Verantwortliche der Swiss Bike Tour 2014: (hinten) Hanspeter Bär, Guide und Finanzchef; Markus Wyss, Logistik; Esther Akers, Managerin der Bike Tour; Stephan Akers, Guide; Charles Mc Combie, Guide und Mitorganisator; (vorne) Adrian Bär, Verantwortlicher Sonntagsprogramm im Neckertal; Walter Egloff, Guide und Administration; Oliver Angélil, Guide; Dino Bobovec, Guide. (Bilder: Christiana Sutter)

Von Schaan nach Bächli/Hemberg war am Samstag die Königsetappe der Swiss Bike Tour 2014 schlechthin. Nicht unbedingt des nassen Wetters wegen, sondern weil mit dem knapp elf Kilometer langen Aufstieg von Gams nach Wildhaus die einen oder anderen Teilnehmer an ihre Grenzen stiessen.

Sponsoren für die Reise

Die Swiss Bike Tour wird zum 18. Mal von den Rotary Clubs des District 2000 (Ostschweiz) organisiert. Teilnehmen können Jugendliche aus der ganzen Welt im Alter zwischen 19 und 24 Jahren. Ein Auswahlverfahren gibt es nicht. Es gilt: First come, first serve. Daher sei es auch purer Zufall, dass dieses Jahr elf junge Männer und Frauen an dieser Tour teilnehmen.

Die Teilnehmer haben oft nicht die finanzielle Möglichkeit, diese Reise zu finanzieren. «Sie suchen sich Sponsoren, die ihnen den Flug bezahlen», sagte Walter Egloff. Für die Kosten der gesamten Reise von Ayrton Jonkerman aus Südafrika kam beispielsweise ein Rotarier aus Südafrika auf. Dieser junge Südafrikaner sei ein talentierter Mountainbiker und habe sich alles selber beigebracht. Er hätte aber nie die finanzielle Möglichkeit gehabt, an der Tour teilzunehmen, «denn er kommt aus den Townships in Knysna, das östlich von Kapstadt liegt», sagte Egloff.

Persönliche Brücken bauen

Gestartet sind die je elf jungen Männer und Frauen für diese sportliche Tour durch die Nordostschweiz und das Fürstentum Liechtenstein am 19. Juli in Höri (Gemeinde Bülach). Enden wird die Tour am 2. August in Zürich. Während der Tour legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Mountainbike rund 500 Kilometer zurück. Die Teilnehmer kommen aus 17 europäischen Ländern sowie aus Mexiko, Taiwan und Südafrika. Die Idee hinter dieser Tour ist es, dass die jungen Erwachsenen zwecks Völkerverständigung durch ein sportliches Erlebnis einen Teil der Schweiz kennen lernen. Mit dieser Tour sollen auch persönliche Brücken zwischen den Teilnehmern gebaut werden.

Verschiedene Stärkegruppen

Mitorganisator der Swiss Bike Tour ist Hanspeter Bär aus Schönengrund. Er ist Präsident des Rotary Clubs Neckertal und ein begeisterter Mountainbiker. Zusammen mit weiteren Guides führt er die drei Leistungsgruppen täglich vom Start ins Ziel. Wobei diese jeden Tag für alle drei Gruppen dieselben sind. «Die Strecken können je nach Stärke der Teilnehmer unterschiedlich gefahren werden», sagt Bär. Beispielsweise fahren die Biker in der Gruppe «Cracks» – die stärkste Gruppe – schon mal eine technisch oder konditionell schwierigere Strecke als die Gruppe «Dream» oder die «Flower»-Gruppe, die es eher etwas gemütlich nimmt. Beispielsweise die Russin Daria Chechikhina (Flower-Gruppe) nahm am Samstagmittag nach der warmen Suppe in Wildhaus den Begleitbus an den Zielort Bächli. «Ich möchte diese Tour auch geniessen», sagt sie lachend.

Am Etappenort in Bächli konnten sich die Teilnehmer nach der Ankunft am Samstagabend im Gasthaus Frohheim erholen und das Essen geniessen. «Wir haben zwei Vegetarier in der Gruppe. Sonst essen alle Teilnehmer alles», sagt Hanspeter Bär. Am Sonntag steht für einige Relaxen auf dem Programm. «Eine Gruppe nehme ich mit auf eine Bike-Tour auf die Hochalp», sagte der passionierte Mountainbiker Bär am Samstag. Heute fahren die Mountainbiker nach Kreuzlingen. Dort bleiben sie einen Tag, bevor es weiter nach Schaffhausen und dann später zum Ziel nach Zürich geht.

www.rotary2000.ch

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