Fluglärm: Auch Stadt Wil erhebt Einsprache

WIL. Der Widerstand gegen den Fluglärm in der Ostschweiz wird immer grösser.

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WIL. Der Widerstand gegen den Fluglärm in der Ostschweiz wird immer grösser. Nachdem am Dienstag bekannt geworden war, dass der Verein Regio Wil beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eine Einsprache gegen das angepasste Betriebsreglement des Flughafens Zürich eingereicht hat, vermeldete die Stadt Wil gestern ähnliches. Der Wiler Stadtrat schliesst sich einer Stellungnahme der Organisation «Region Ost» bezüglich Flugverkehr und Lärmbelastung an. Dies ist gleichbedeutend mit einer Einsprache.

Mehr Gewicht verleihen

Wie die übrigen Schweizer Flugplätze benötigt auch der Flughafen Zürich für seinen Betrieb ein Betriebsreglement, das die Benutzung der Anlage im Detail regelt. Grundlage für das Betriebsreglement ist das Objektblatt «Infrastruktur der Luftfahrt (SIL)».

Inhaltlich bezieht sich die Stellungnahme der Stadt Wil auf jene der Region Ost, in welche die detaillierten Beurteilungen von Fachleuten eingeflossen sind. Grundsätzlich fordern die Region Ost und die Stadt Wil Planungssicherheit und Glaubwürdigkeit beim SIL-Prozess, die konsequente Eliminierung von Sicherheitsmängeln am Flughafen Zürich und die Überprüfung des militärischen Schutzraums sowie eine Einschränkung der Schnellabrollwege-Nutzung nur für den Verspätungsabbau.

Weitere Forderungen

Im speziellen werden vier Punkte gefordert, die sich direkt auf das Flugregime im Osten und damit auch auf die Lärmbelastung auswirken: Die Lärmschutzverordnung des Flughafens Zürich sei rasch anzupassen und die Nachtflugsperre konsequent einzuhalten. Zudem dürfen Einschränkungen aus dem Staatsvertrag mit Deutschland nicht einseitig auf Kosten des Ostens aufgefangen werden. (red.)