Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mehr Geld für die Gemeinden: Flüchtlinge sollen besser integriert werden

Die Ausserrhoder Gemeinden erhalten vom Bund künftig mehr Geld für Betreuungsaufgaben. Ziel ist eine vermehrte Einbindung von Flüchtlingen in den Arbeitsprozess.
Martin Schneider
Mit der Integrationsagenda sollen die Sprachkenntnisse gefördert werden. (Bild: Urs Bucher)

Mit der Integrationsagenda sollen die Sprachkenntnisse gefördert werden. (Bild: Urs Bucher)

Künftig greift der Bund den Gemeinden bei der Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen finanziell stärker unter die Arme. Neu beträgt die einmalige Integrationspauschale 18000 Franken pro Flüchtling, bis anhin waren es 6000 Franken. Mit dem zusätzlichen Geld werden Massnahmen im Rahmen der neu ausformulierten Integrationsagenda finanziert.

Asylverfahren wurden beschleunigt

Primäres Ziel der Agenda ist es, Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen schneller in die Arbeitswelt zu integrieren. Damit verbunden ist auch ein Fokus auf die Förderung der sprachlichen Kompetenzen. «Die Integrationsagenda setzt beispielsweise einen Schwerpunkt auf die Sprachförderung im Vorschulalter. Die Kinder sollen bereits mit Sprachkenntnissen in die obligatorische Schulzeit starten», erklärt Carina Zehnder, Projektverantwortliche beim Amt für Soziales des Kantons Appenzell Ausserrhoden, eines der fünf Hauptziele der Integrationsagenda. Ein weiteres Ziel besteht darin, dass die Hälfte der erwachsenen Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen nach sieben Jahren im Arbeitsmarkt integriert ist.

Auch auf die jungen Leute zwischen 16 und 25 Jahren wird ein Hauptaugenmerk gelegt mit dem Ziel, dass sich diese Personen nach fünf Jahren ab Erhalt der Aufenthaltsbewilligung in einer beruflichen Grundbildung befinden. «Dass die Integrationsagenda ausformuliert wurde, hängt vor allem damit zusammen, dass Asylbewerberinnen und Asylbewerber den Asylprozess mittlerweile schneller durchlaufen», erklärt Carina Zehnder. Denn ausformulierte Ziele für die Integration von Ausländerinnen und Ausländer sind keineswegs neu. Bereits im kantonalen Integrationsprogramm 2018–2021 sind entsprechende Zielsetzungen und Massnahmen formuliert. Weil aber mit den beschleunigten Asylverfahren, welche im Frühjahr 2019 schweizweit eingeführt wurden, anerkannte Flüchtlinge schneller an die Kantone und Gemeinden überwiesen würden, seien zusätzlich die Integrationsagenda und damit verbunden verstärkte Anstrengungen nötig geworden.

Zu Beginn deutliche Mehrkosten

Die Erhöhung der Integrationspauschale führt gemäss dem Bund kurzfristig zu jährlichen Mehrausgaben von rund 132 Millionen Franken. Dadurch aber, dass mit den getroffenen Massnahmen langfristig mehr Flüchtlinge in den Arbeitsprozess integriert werden sollen und damit die Abhängigkeit von der Sozialhilfe abnimmt, sollen die Kosten auf lange Sicht sinken. Die Integrationsagenda wurde seit März 2017 vom Bund und den Kantonen ausgearbeitet. Die Kantone werden dem Bund jährlich einen Bericht über die Wirkungskraft der Agenda vorlegen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.