Flop: Walter Grob tritt ab – ohne Einsicht

Bruno Eisenhut
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Teufen Die Affären in Teufen schienen kein Ende zu nehmen. Doch Gemeindepräsident Walter Grob hielt unverdrossen durch. Bis es im April zum Knall kam und er seinen Rücktritt auf Ende Mai erklärte. Weil er in eine Erbschaftsaffäre verwickelt war, entzogen ihm Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission das Vertrauen. Grob wurde vorgeworfen, sich bei der Abwicklung einer privaten Erbschaft nicht angemessen verhalten zu haben. Eine Privatperson hatte im vergangenen Jahr Grob mit einem «Vermächtnis von aussergewöhnlicher Höhe» bedacht. Dieselbe Privatperson beschenkte auch eine Stiftung, welche Grob von Amtes wegen präsidiert, da die Gemeinde durch die Stiftung begünstigt ist. Gleichzeitig ist Grob Präsident der Erbteilungskommission.

Grob habe es verpasst, den Gemeinderat vollständig über den Sachverhalt zu informieren, so der Vorwurf des Gemeinderates. Dieser gab eine Untersuchung durch eine neutrale Person in Auftrag. Der 50-seitige Bericht fasst Aussagen von acht Personen zusammen. Walter Grob habe keine strafrechtlichen Taten begangen. Dennoch sei die Kommunikation mangelhaft gewesen, hiess es im Bericht. Grob stimmte dem Vorwurf bei. Es seien aber weder Stiftung noch Gemeinde zu Schaden gekommen.

Bruno Eisenhut