Fitnesskühe mit gutem Fundament

An der Viehschau in St. Peterzell nahmen zwar dieses Jahr weniger Kühe teil als im Vorjahr. Die Qualität der ruhigen vierbeinigen Schönheiten war aber unverändert gut. Als Miss St. Peterzell wurde Zora von Jakob Knaus ausgezeichnet.

Andrea Perks
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In St. Peterzell zeigten die Bauern an der Viehschau qualitativ gute Tiere. (Bild: Andrea Perks)

In St. Peterzell zeigten die Bauern an der Viehschau qualitativ gute Tiere. (Bild: Andrea Perks)

St. Peterzell. Das Wetter meinte es am Freitag gut mit den St. Peterzellern. Die Sonne setzte sich gegen Mittag mehrheitlich durch und so blieben Kühe und Besucher der diesjährigen Viehschau trocken. Die Stimmung war dementsprechend ruhig und gemütlich. Auch die Kühe schauten der Prämierung zur Schönsten gelassen entgegen. Sie liessen sich von den vier Experten, die sie rundum und genaustens begutachteten nicht aus der Ruhe bringen.

Geprüft wurden vor allem das Format und das Fundament – also die Beine – ebenso das Euter und die Zitzen.

100 Tiere weniger

Ein Bauer bringe zwischen 15 und 40 Stück Vieh zur Schau, die rund 350 anwesenden Kühe gehören zu 13 Bauern, erklärte der Schausekretär Werner Rutz. «Das sind rund hundert Stück weniger als letztes Jahr. Trotzdem haben wir ein grosses Publikum, das freut uns natürlich sehr», fügt er hinzu. Turnusmässig sollte die Viehschau eigentlich in Dicken abgehalten werden.

Ob sie aber aus Platzmangel oder aus anderen Gründen in St. Peterzell durchgeführt wurde, wollte am Freitag niemand sagen.

Kuhfamilien und Fitnesskühe

Als erste durften die Kuhfamilien in den Ring. Vier bis fünf Generationen Züchterstolz wurden dem Publikum präsentiert. «Das Starke soll erhalten bleiben, das Schlechte probiert der Züchter soweit als möglich auszumerzen», sagte Schauexperte Emil Alder, den es freute, so viel gute Qualität zu sehen. Eine neue Kategorie bildeten die Fitnesskühe oder auch Wirtschaftlichkeitskühe genannt.

Sie sind die Spitzensportlerinnen unter dem Braunvieh. Durchschnittlich 5 LP über dem Betriebsdurchschnitt und mindestens 3,4 Prozent Eiweissgehalt sind nur zwei der Anforderungen, denen diese Kühe gewachsen sein müssen. Eine Besucherin drückte aus, dass nicht nur die Leistung entscheidend ist: «Es ist die Freude am Mitmachen, die uns hierher führt. Es muss ja nicht jedes Jahr ein Preis sein.»

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