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Fit in den Frühling

Brosmete
Peter Abegglen

Ich sei jetzt in einem Alter, wo man alles ein bisschen ruhiger angehen könne, ich müsse halt lernen, Langsamkeit zu schätzen. Dazu gehöre auch, dass ich auch mal einen Spaziergang mit ihr machen könne, statt immer nur durch den Wald zu joggen, meinte meine Liebste fürsorglich. «Nicht nur wegen deiner Gelenke!», fügte sie besorgt dazu. Also habe ich, wie heute üblich, im Internet Umschau gehalten nach sportlicher Betätigung ohne hektische Bewegung und bin auf Yoga gestossen, habe mich intensiv eingelesen und festgestellt, dass Yoga ebenso vielseitig wie anpassungsfähig ist. Im Gegensatz zum Joggen, wofür sich vorzugsweise Wald- und Wiesenwege eignen, ist Yoga praktisch unabhängig von Ort oder Unterlage, Indoor oder Outdoor spielt keine Rolle, ja sogar auf und im Wasser kann es praktiziert werden. SUP-Yoga wird auf einem Stand-up-Paddel-Brett ausgeführt, Gleichgewichtssinn und Schwimmkenntnisse sind von Vorteil. Doga nennt sich Yoga mit Hund, Kurzform von Dog-Yoga, wobei ich immer noch nicht genau weiss, ob der Hund Yoga macht oder die Meisterin.

Und kaum habe ich mich ein bisschen mit Yoga angefreundet, lese ich: Häkeln ist wie Yoga, nur besser. Ich habe auch hier sofort im Internet recherchiert und war überrascht von der Vielfalt der Angebote, genau wie beim Yoga mit Abertausenden von Vorzeigefilmchen. Der Vorteil beim Häkeln: Am Ende ist ein Produkt vorhanden, nach dem zwar niemand gefragt hat, das aber das Selbstbewusstsein ungemein fördert.

Und jetzt die neueste Entwicklung auf dem Yoga-Markt: Eine Studie der Universität Alabama zeigt auf, dass die Zahl der Verletzungen durch Yoga bei Senioren achtmal höher sei als noch vor gut zehn Jahren, vorwiegend handle es sich dabei um Zerrungen von Bändern, Gelenkkapseln und Muskeln an Hals, Rücken oder Beinen.

Die Aussicht auf solch einschränkende, dazu noch selbst verschuldete Verletzungen hat mich dazu bewogen, Yoga aus der Liste meiner alternativen Bewegungsarten zu streichen und auch noch eine mit Sicherheit bald erscheinende Studie zu den schädlichen Nebenwirkungen des Häkelns abzuwarten. Das Gefahrenpotenzial beim Häkeln scheint mir beträchtlich zu sein bei Bewegungen wie «inesteche» und «ume-schloo».

Peter Abegglen

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