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FISCHFANG: Petri Heil für Jung und Alt

Die Jungfischer starten bald in die neue Saison. Den Nachwuchstalenten stehen bei ihren Anfängen Aufseher zur Seite, welche die Jungspunde am liebsten ans fliessende Gewässer im Toggeburg mitnehmen.
Timon Kobelt
Roman Hediger zeigt Yves Saxer, welche Technik am erfolgsversprechendsten ist. (Bild: Timon Kobelt)

Roman Hediger zeigt Yves Saxer, welche Technik am erfolgsversprechendsten ist. (Bild: Timon Kobelt)

Ein Köder an den Angelhaken, eine schwungvolle Ausholbewegung, der Köder senkt sich in die Thur, Schnur einrollen. Dann das Ganze noch einmal. Die Jungfischer Jonas Wick und Yves Saxer, beide 14 Jahre alt, sind mit unermüdlichem Einsatz dabei, in der Äulischlucht in Lichtensteig einen Fisch an die Angel zu bekommen. Die Begeisterung und die Entschlossenheit ist in ihren Augen zu sehen. Mit den beiden Nachwuchshoffnungen sind die zwei Fischereiaufseher Rico Eigenmann und Roman Hedgier unterwegs. Eine tolle Sache, wie die beiden Jungfischer meinen. «Mein Vater kennt Roman gut. Durch ihn bin ich überhaupt zum Fischen gekommen. Ich profitiere enorm von den Erfahrungen der Aufseher», sagt Jonas. «Mit Rico und Roman kommen wir auch einmal ans offene Gewässer, was sehr spannend und lehrreich ist», ergänzt Yves.

Der Kran hievt den Pavillon über die Strasse. (Bild: Timon Kobelt)
Die Äulischlucht in Lichtensteig ist ein sehr schöner Ort, um die Angel ins Wasser zu werfen. (Bild: Timon Kobelt)
Bild: Timon Kobelt
Jungfischer Yves Saxer wird bestens durch Roman Hediger betreut. (Bild: Timon Kobelt)
Bild: Timon Kobelt
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Rico Eigenmann bereitet Köder vor. (Bild: Timon Kobelt)
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Bild: Timon Kobelt
Die Fischer sind eine verschworene Einheit. (Bild: Timon Kobelt)
Genau da muss der Angelhaken hin. (Bild: Timon Kobelt)
Rico Eigenmann und Jonas Wick haben viel zu lachen. (Bild: Timon Kobelt)
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Die Jungfischer sammeln im Toggenburg Erfahrung

Die Fischerei als Passion

Die vier Fischer stammen allesamt aus Wil. Rico Eigenmann ist der Fischereiaufseher der Stadt, Roman Hediger sein Stellvertreter. Eigentlich beschränken sich ihre Aufgaben auf die Betreuung der Jungfischer am Stadtweier Wil. Doch sie wollen dem Nachwuchs mehr anbieten: «Da wir beide Mitglieder des Fischereivereins Thur sind und uns mit diesem dafür engagieren, die lokale Jugendfischerei zu fördern, nehmen wir die Jungfischer so oft wie möglich mit ans fliesende Gewässer», sagt Rico Eigenmann. Dies sei eine Abwechslung zum Stadtweiher in Wil.

Die Thur von Bütschwil an aufwärts habe es ihnen besonders angetan. «Hier gibt es tolle ausgespülte Stellen, es ist felsig und die Natur ist faszinierend», erklärt Rico Eigenmann. Fischen sei für ihn längst zu einer Passion geworden und er wolle diese weitergeben. «Früher konnte ich von den Aufsehern profitieren, ich habe dieses Angebot sehr geschätzt. Nun will ich etwas zurückgeben», betont der 22-Jährige.

Die Jungen motivieren aber auch sensibilisieren

Roman Hediger steht dicht bei Yves. Er erklärt Yves, wie er den Köder optimal am Haken befestigt und ermutigt ihn, den Auswurf auch mal mit der Angel des Aufsehers zu üben. «Wir wollen die Jungen motivieren, aber auch sensibilisieren», sagt Roman Hediger. Es gehe nicht nur ums Fangen, sonder auch darum, das Material richtig aufzubereiten oder zu überlegen, welche Fischarten wo schwämmen. Schonende Fischerei und Nachhaltigkeit seien wichtige Punkte, die sie vermittelten.

«Für die Motivation ist es unglaublich wichtig, dass die Jungen früh einen Fisch herausziehen. Dann kommt eine Begeisterung auf, die nur schwer zu bremsen ist», meint Roman Hediger. In der heutigen Zeit sei es ungemein schwierig, die Jugendlichen für die Fischerei zu begeistern. «Die Konkurrenz mit anderen Hobbys ist riesig», betont der 23-Jährige. Um die Jungfischer zusätzlich zu begeistern, setzt er auf den Kanal Instagram. «Wir haben realisiert, dass rund 80 Prozent unserer Jungfischer auf Instagram aktiv sind. Also posten wir News und Bilder von spektakulären Fängen», erläutert Roman Hediger. Besonders die Bilder würden die Jungen gegenseitig anspornen. «Das ist wie gesunder Konkurrenzkampf in einer Mannschaft», meint Roman Hediger schmunzelnd.

Schwankende Zahlen der Jungfischer

Die Zahlen der Jungfischer schwanken stark. Früher seien es teils über 100 gewesen, danach habe es sich bei etwa 60 eingependelt, so Rico Eigenmann. Letzte Saison hätten sich nur 35 Jungfischer für die Saison angemeldet. «Wie gesagt spüren wir den Druck anderer Hobbys. Darauf reagieren wir mit Anlässen, wie einem Ausflug an den Voralpsee mit einer Gruppe von rund zehn Jungfischern», sagt Rico Eigenmann. Dann seien sie auf die Hilfe der Eltern angewiesen, denn im Normalfall betreue ein Aufseher maximal zwei Jungfischer.

Inzwischen sind die vier Fischer weiter thuraufwärts gezogen. Yves und Jonas versuchen es emsig, doch sie bleiben erfolglos. «Heute ist es halt sehr kalt. Deswegen sind die Fische träge und bleiben weit unten», erklärt Rico Eigenmann. Zudem sei das Wasser klar, was die Köder leichter erkennbar mache. Dennoch haben die beiden Jungfischer, zu denen Teilnehmer im Alter von 12 bis 16 zählen, einen spannenden Tag mit den Routiniers erlebt.

Anmeldungen für die Jungfischersaison bis 3. April unter www.jugendfischerei.ch; Weitere Informationen unter www.fv-thur.ch.

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