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Fischer seit 125 Jahren organisiert

OBERTOGGENBURG. Wie viele Mitglieder der Fischereiverein Obertoggenburg bei seiner Gründung am 28. Juni 1891 zählte, ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass der erste Vereinspräsident Jakob Abderhalden die damaligen Inhaber der 21 Pachtstrecken zusammengerufen hat, um einen Zweckverband zu gründen.
Sabine Schmid

OBERTOGGENBURG. Wie viele Mitglieder der Fischereiverein Obertoggenburg bei seiner Gründung am 28. Juni 1891 zählte, ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass der erste Vereinspräsident Jakob Abderhalden die damaligen Inhaber der 21 Pachtstrecken zusammengerufen hat, um einen Zweckverband zu gründen. Der Verein gab sich unter anderem die Aufgabe, «die Gewässer im Bezirk Obertoggenburg auf ihren Fischbestand zu untersuchen, diesen selbst durch künstliche Nachzucht junger Fische zu fördern, die auf denselben nachteilig einwirkenden Umstände abzuwenden». Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde in Ebnat eine erste Brutanstalt eingerichtet. Weitere folgten in Nesslau, in Unterwasser, in Rietbad und in Nesslau. Von Anfang an versuchte der Verein, auch Sömmerlingsaufzucht zu betreiben, das Ergebnis lag im Schnitt aber nur bei 10 Prozent. Erst ab 1952, als ein dafür geeignetes Bächlein gefunden wurde, nahm die heute praktizierte Sömmerlingsaufzucht ihren Anfang. Ab 1980 kamen weitere Bächlein dazu. Eine Erleichterung bei diesen Aufgaben war das Elektrofanggerät. 1950 kam das erste in den Einsatz, was eine Attraktion für die ganze Bevölkerung war. Seit 1982 verfügt der Fischereiverein über zwei eigene solche Geräte. Damit werden die Fische durch einen schwachen elektrischen Schlag betäubt und man kann sie leicht aus dem Wasser nehmen. Die Fischerei stand stets im Zentrum der Vereinsaktivitäten. Ein Höhepunkt war diesbezüglich das Jahr 1951, in dem die 69 Vereinsmitglieder fast 13 000 Fische aus den Obertoggenburger Gewässern zogen. Im vergangenen Jahr waren es – auch wegen der Sommerhitze – gerade einmal 2030 Stück.

Über einige Jahre lag der Mitgliederbestand konstant bei 42. Es falle schwer, Personen aus «blosser Liebe zur Sache» für den Verein zu gewinnen, obwohl der Mitgliederbeitrag nur 2 Franken betrage, schrieb der damalige Präsident. 1966 wurde die 100er-Marke überschritten, bereits zehn Jahre später zählte der Verein 174 Mitglieder. Heute ist der Verein auf 230 Mitglieder beschränkt. Tritt jemand aus dem Verein aus, wird diese Lücke durch einen interessierten Fischer geschlossen. Bereits seit der Vereinsgründung umfasst das Gebiet des Fischereivereins Obertoggenburg die Thur zwischen Wildhaus und Ulisbach. Bis 1908 waren die Gewässer durch Private – meist Hoteliers – gepachtet. In den folgenden Jahren ersteigerte der Verein die Pachtgewässer an der Staatsgant und versteigerte sie an die Mitglieder weiter.

Seit 1953 werden die Gewässer jeweils für acht Jahre verpachtet, gleichzeitig wurde die vereinseigene Steigerung verboten. Darum wurden Pächtergruppen geschaffen, mit einer gewissen Anzahl Mitglieder, die auf die jeweiligen Strecken abgestimmt waren. Diese Regelung wurde 2006 aufgehoben. Seither dürfen die Fischer an allen vom Verein gepachteten Strecken fischen.

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