Ski Alpin
FIS-Punkte und Meistertitel werden am Skilift Horn vergeben – OK-Chef Walter Sonderegger sagt: «Wegen Corona mussten wir Abläufe neu denken»

Diese Woche ist der Skitross am Skilift Horn in Schwende zu Gast. In zwei Slaloms geht es für die Fahrerinnen aus sechs Nationen um FIS-Punkte. Zudem werden die Schweizer Meisterinnen der Kategorien U18 und U22 gekürt. Zuschauer sind keine zugelassen.

Mea McGhee
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Am Skilift Horn in Schwende sind Mitte Woche zwei FIS-Slaloms geplant.

Am Skilift Horn in Schwende sind Mitte Woche zwei FIS-Slaloms geplant.

Bild: PD

Schneemangel wie im Vorjahr beeinträchtigte die Vorbereitungen für die traditionellen FIS-Rennen am Skilift Horn in Schwende dieses Jahr nicht. Wohl aber die Coronapandemie. Das langjährige elfköpfige OK um Präsident Walter Sonderegger sah sich neuen Herausforderungen gegenüber. Er sagt: «Wir mussten viele Abläufe neu denken, um den Athletinnen, den Betreuern und dem Helferteam bestmögliche Sicherheit bieten zu können.»

Anlass wird in einer Blase ausgetragen

Um die Rennen durchführen zu können, wurde ein strenges Schutzkonzept erarbeitet – und von den kantonalen Behörden bewilligt. Gemäss der bundesrätlichen Covid-Verordnung sind Wettkämpfe von Sportlern, die in einem nationalen Leistungskader angehören, erlaubt, also auch FIS-Rennen. Der Anlass wird in einer Bubble ausgetragen. Es sind weder Zuschauer noch «normale» Skigäste erlaubt.

OK Präsident Sonderegger sagt:

«Die Mannschaften der regionalen Skiverbände haben keine Berührungspunkte. Sie nutzen den Skilift in ihrer Gruppe und auch die Besichtigung der Slalomkurse findet in separaten Teams statt.»

Alle Personen würden registriert, die Athletinnen müssen per App einen QR-Code scannen, um aufs Renngelände zu gelangen, die Betreuer erhalten eine Akkreditierungsplakette. Kontakte gelte es zu vermeiden. So holen die Läuferinnen die Startnummern von Ständern und an der Siegerehrung dürfen die Preise nicht übergeben werden, so Walter Sonderegger. Und natürlich herrsche Maskenpflicht.

Insgesamt sind pro Rennen rund 45 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Insbesondere die Präparation der Piste «Heidi und Gigi» sei personalintensiv – vor und während der Rennen, so der OK-Chef. Die Piste wird an den Renntagen abgesperrt, bei Bedarf gewässert oder gesalzen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Rutscherinnen und Rutscher aus den regionalen Skiklubs, die zwischen den Starterinnen Rillen ausgleichen.

Fünf Appenzellerinnen am Start

Die Rennen stehen unter dem Patronat des Ostschweizer Skiverbandes OSSV. Für den Skiverband sei es wichtig, dass FIS-Rennen durchgeführt werden können, denn die Athletinnen, die kurz vor dem internationalen Durchbruch stehen, bräuchten Rennerfahrung, um sich zu entwickeln, so die Organisatoren. Das Starterinnenfeld ist international und umfasst rund 100 Athletinnen. Stand Freitag sind nebst den Schweizerinnen zehn Fahrerinnen aus fünf Nationen angemeldet. Auch fünf Fahrerinnen aus dem Appenzellerland nehmen teil. Die Lokalmatadorin Lara Baumann ist verletzt.

186 Meter Höhendifferenz auf 660 Meter langer Piste

Flutlichter sorgen für ideale Sicht auf der Piste «Heidi und Gigi»

Flutlichter sorgen für ideale Sicht auf der Piste «Heidi und Gigi»

Bild: PD

Im ersten der beiden Nachtslaloms kämpfen die Fahrerinnen um den Titel der Slalom-Schweizer-Meisterin der Kategorien U18 und U21. Die Höhendifferenz zwischen Start und Ziel beträgt 186 Meter, die durchschnittliche Neigung knapp 28 Prozent die steilste deren 58,6. LED-Leuchten sorgen auf der 660 Meter langen Piste für optimale Sichtbedingungen für die Athletinnen.

Keine finanziellen Einbussen zu erwarten

Obwohl keine Zuschauer zugelassen sind, müssen die Organisatoren keine finanziellen Einbussen in Kauf nehmen. Einzig das Ambiente mit Fans und Sponsoren-Apéro fehle heuer, sagt der Medienverantwortliche Patrik Ulman. Nachdem in den vergangenen Jahren Männerrennen zur Austragung kamen, hat Swiss-Ski diesmal Frauenrennen ins Schwendetal vergeben.